Wie der Vater so der Sohn: Leon Schulz wurde vom Zweitligisten Crimmitschau mit einem Tryout-Vertrag bis Ende Oktober ausgestattet. Vater Karsten spielte früher einmal sechs Jahre lang für die Eispiraten. Foto: IMAGO/Beautiful Sports

Mannheim verkürzt in der Finalserie gegen Berlin kurz vor Mitternacht auf 1:3. Transferkarussell in der DEL läuft rund. Ex-Wild-Wing Leon Schulz auf den Spuren von Vater Karsten.

Die Berliner Eisbären sind in der bisher überraschend einseitigen DEL-Finalserie gegen Mannheim noch nicht durch. Am Donnerstag um 23.18 Uhr sorgte Adler-Angreifer Luke Esposito in der 83. Minute (Zweite Verlängerung) in der Berliner Uber Arena für das 4:3 der Adler. Die Badener verkürzten in der Serie „Best of 7“ auf 1:3 und können am Sonntag daheim nachlegen.

 

Berlins Coach Serge Aubin ärgerte sich: „Wir haben eine 1:3-Führung leichtfertig verspielt.“ Der Siegtorschütze meinte nur trocken: „Wir waren noch nicht bereit für das Saisonende.“

Weiterhin gesperrt in der Finalserie ist der gebürtige Doppelstädter und Berliner Kapitän Kai Wissmann nach seinem Kopfcheck gegen Mannheims Maximilian Heim.

Kechter wechselt nach Bremerhaven

Währenddessen dreht sich in der DEL das Transferkarussell kräftig weiter: Nach vier Spielzeiten bei den Nürnberg Ice Tigers wird Roman Kechter ab der kommenden Saison für die Fischtown Pinguins Bremerhaven auflaufen.

Für die Nürnberger wird hingegen Sturmtalent Noah Samanski (Dreijahresvertrag/zuletzt Zweitligist Weiden) in der nächsten Runde spielen.

Augsburg, Frankfurt und Straubing

Augsburg hat – wie erwartet – Torhüter Tobias Ancicka – aus Köln verpflichtet. Ancicka hatte bei den Haien nach der September-Verpflichtung von Top-Keeper Janne Juvonen einen schweren Stand. In Augsburg war zuletzt die Vertragsverlängerung von Coach Bill Peters lediglich noch eine Formalie.

Die Frankfurter Löwen haben den Zugang von Angreifer Dominik Uher aus Köln bestätigt. Weiter voran geht es auch bei der Kaderplanung der Straubing Tigers: Aus Iserlohn kommt Angreifer Taro Jentzsch und aus Düsseldorf Verteidiger-Talent Moritz Kukuk.

Leon Schulz

Der gebürtige Schwenninger Leon Schulz (22) stürmte in der abgelaufenen Saison erfolgreich für den Oberligisten Hamm und wird nun mit einem Tryout-Vertrag beim Zweitligisten Crimmitschau (bis Ende Oktober) ausgestattet. Kurios: Leon ist der Sohn des Schwenninger Kultspielers Karsten Schulz, der während seiner Karriere von 1998 bis 2004 ebenfalls in Crimmitschau Akzente setzte. So kann sich ein Kreis auch im Eishockey schließen.