Erneut strömten die Zuschauer – hier die Wild-Wings-Fans – in die Arenen in der bisherigen DEL-Hauptrunde. Foto: Roland Sigwart

Noch Wissenswertes, bevor es in die schönste Zeit der Eishockey-Saison losgeht. Die DEL wird immer beliebter. Warum in den Playoffs Verlängerungen sehr lange dauern können.

Mit den beiden letzten Spieltagen vor dem Start in die Playoffs geht am kommenden Wochenende die Hauptrunde der Saison 2025/26 in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu Ende.

 

Doch schon jetzt gibt es die ersten Erfolgsmeldungen. Mit einer Auslastung von mehr als 93 Prozent waren die 14 Arenen so gut gefüllt wie noch niemals zuvor in der mehr als 30-jährigen Geschichte der Liga. „Eine Zuschauer-Auslastung von mehr als 93 Prozent ist natürlich ein unglaublicher Wert, auf den wir und vor allem unsere Clubs sehr stolz sein

können“, sagt Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL bei seiner Zwischenbilanz. „Es ist für uns ein Ansporn, diesen Wert zu halten, und zugleich schwer, diesen Wert noch weiter auszubauen. Aber das ist natürlich ein Luxusproblem“, so Gernot Tripcke.

Die Fans strömen in die Arenen

Zwar wird die Gesamt-Zuschauerzahl nach 52 Spieltagen und 364 Spielen am kommenden Sonntag mit 2,74 Millionen knapp hinter dem Rekordwert aus der vergangenen Saison liegen (2,83 Mio.).

Diese Entwicklung war vor dem Hintergrund der deutlich kleineren Halle von Aufsteiger Dresdner Eislöwen (4412 Plätze) gegenüber dem Zuschauerschnitt von Absteiger Düsseldorfer EG (9104) allerdings schon vor Saisonbeginn absehbar gewesen.

Aufgrund der hervorragenden Auslastung ihrer Arenen werden die 14 Clubs die Lücke aber voraussichtlich auf weniger als 90 000 Besucher verringern können. Im Schnitt kamen nach aktuellem Stand pro Spiel 7557 Zuschauer – im Vorjahr waren es 7781. Den Spitzenwert erreichten dabei die bereits als Hauptrundensieger feststehenden Kölner Haie, die mit einem Zuschauerschnitt von 18 112 Besuchern erneut einen Europarekord aufstellten.

TV-Quote steigt laufend

Auch MagentaSport hat zum Hauptrunden-Ende bereits Grund zum Jubeln. Wie Stefan Thelen bekanntgab, der bei der Deutschen Telekom für die Sport-Inhalte verantwortlich ist, stellte der langjährige TV-Partner der DEL auch im zehnten Jahr der Kooperation einen Rekord auf. Insgesamt werden 25,2 Millionen Menschen die Hauptrunden-Spiele der DEL bei MagentaSport gesehen haben. Dies entspricht gegenüber der vergangenen Saison (20,8 Millionen) einem Zuwachs von 21 Prozent.

Free-TV-Partner DF1 konnte bei den bisherigen 22 Übertragungen zudem mehr als 1,25 Millionen Zuschauer begrüßen. Der Schnitt von fast 57 000 Zuschauern pro Spiel entspricht einer Steigerung von 37,8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum der Hauptrunde 24/25.

Wissenwertes zu den Playoffs

1. Playoff-Runde (auch Pre-Playoffs genannt): Die Clubs auf den Plätzen sieben bis zehn sind qualifiziert. Der Siebte der Hauptrunde trifft im Modus „Best of 3“ auf den Zehnten und der Achte auf den Neunten, wobei der jeweils Besserplatzierte Heimrecht in Spiel eins und drei besitzt. Die Termine für die Pre-Playoffs sind: Dientag/Mittwoch 17./18. März, Freitag, 22.März und Sonntag, 22. März.

Playoff-Viertelfinale: Start ist hier am 24. März. Mit dem Viertelfinale kommt in allen weiteren Play-off-Runden der Modus „Best of 7“ zur Anwendung.

Die Halbfinalserien beginnen am 8. April – die Finalserie am 24. April. Der deutsche Eishockey-Meister 2025/26 wird spätestens am 7. Mai feststehen.

Verlängerung

Anders als noch in der Hauptrunde wird in den Playoffs mit „fortlaufender Overtime“ im Modus „Fünf-gegen-Fünf“ gespielt. Sollte es nach der regulären Spielzeit unentschieden stehen, wird eine 20-minütige Verlängerung gespielt. Dabei gilt das Prinzip „Sudden Death“ – wer das erste Tor schießt, hat das Spiel gewonnen. Wenn die 20 Minuten torlos verlaufen, gibt es eine Pause von 15 Minuten und anschließend erneut 20 Minuten nach demselben Prinzip.

Serienmanager

In den Playoffs wird jede Serie von einem Serien-Manager begleitet. Dieser ist Ansprechpartner für die Teams bei Fragen und Problemen, zudem der Mittelsmann zwischen Teams und Schiedsrichtern. Die Serien-Manager werden bei allen Spielen anwesend sein und stehen in engem Kontakt mit der Liga, um schnelle Lösungen liefern zu können.