Die Wild Wings brauchen in Richtung Playoff-Qualifikation auch im Heimspiel am Donnerstag (19.30 Uhr) gegen den leicht kriselnden DEL-Titelverteidiger jeden Punkt.
Das nächste Top-Team kommt! Die Wild Wings (9./51) empfangen am Donnerstag (19.30 Uhr) DEL-Titelverteidiger Berlin (7./61), der bisher in dieser Saison sportlich Achterbahn fährt.
Für die Schwenninger geht es weiterhin um wichtige Punkte, um zumindest den achten Rang zu erreichen. Dieser würde in der kurzen Preplay-off-Serie („Best of 3“) das wichtige Heimrecht bescheren. Die Berliner hoffen, sich noch direkt für die K.o-Phase zu qualifizieren. Allerdings hat der Eisbären-Direktkonkurrent Bremerhaven (6./66) fünf Zähler vor den Berlinern Vorsprung.
Große Vorfreude
Die Neckarstädter wollen ihren positiven Trend (vier Siege aus den vergangenen fünf Spielen) fortsetzen. Die Vorfreude auf das Heimspiel ist im Schwenninger Lager groß: Coach Steve Walker sagt: „Nach unseren zuletzt ansprechenden Ergebnissen und Leistungen war es natürlich im Training in dieser Woche ein gutes Gefühl, auf dem Eis zu sein. Die Spiele gegen Berlin sind immer etwas Besonderes für uns, eine große Herausforderung. Es ist auch positiv, dass wir bereits am Donnerstag spielen und somit unsere Reiseplanung für das Spiel am Sonntag in Bremerhaven am Wochenende entspannter wird.“
Angreifer Danny O’Regan freut sich über die zuletzt in seinem Team „zurückgekehrte Energie. Es fühlen sich einige Dinge im Spiel gerade leichter an.“
Die Personalien
Sebastian Uvira (Gehirnerschütterung) fällt aus. Dem Angreifer geht es aber den Umständen entsprechend gut. Der zuletzt aufgrund muskulären Problemen fehlende Top-Scorer Tyson Spink könnte vielleicht für Sonntag wieder eine Option sein. „Mini-Schritte“ in Richtung seines Comebacks macht momentan Verteidiger Will Weber, der eine Handverletzung auskurieren muss.
Die Lage bei den Eisbären
Der schmeichelhafte 3:2-Sieg nach Verlängerung beim Winter Game gegen die Dresdner Eislöwen vor 32 000 Zuschauern überdeckt im Moment nur etwas die Probleme bei den Eisbären. Vor allem auch bedingt durch ein einzigartiges Verletzungspech kam der Titelverteidiger bisher in dieser Saison nur phasenweise ins Rollen. Nach dem 2:3 in Frankfurt am 2. Januar wuchs die Kritik im Eisbären-Umfeld an. Die Mannschaft konnte diese mit den beiden Siegen gegen Augsburg (4. Januar/6:3) und dem 3:2-Erfolg am Dreikönigstag in München wieder etwas abfangen. Der nächste Rückschlag folgte zwei Tage vor dem Winter Game mit dem 3:4 in Iserlohn.
Das Vertrauen in Meistertrainer Serge Aubin ist weiterhin zwar groß. Aber sollte den Eisbären die Direktqualifikation für die Playoffs nicht gelingen, könnte es auch für den Kanadier insgesamt ungemütlich werden. Geprägt wird das Spiel der Eisbären aktuell vor allem durch die starken Auftritte ihrer beiden Top-Angreifer Liam Kirk und Ty Ronning. Weiterhin verletzt fehlt der gebürtige Doppelstädter Kai Wissmann (Achillessehne), der aber dennoch von Bundestrainer Harold Kreis für Olympia nominiert wurde.
Liam Kirk übte dieser Tage Selbstkritik: „Wir spielen noch nicht das Eishockey in dieser Saison, das wir uns vorstellen.“
Wie es bislang zwischen beiden Teams lief
Die bisherige Saisonbilanz zwischen Berlin und Schwenningen ist ausgeglichen: Am 28. September gewannen die Wild Wings nach einer starken Leistung mit 2:1 in der Uber Arena. Am 31. Oktober zogen die Neckarstädter daheim mit 3:4 nach Verlängerung den Kürzeren.