Bei den Niederbayern endet eine große Ära. Sportdirektor Jason Dunham sah die sportliche Richtung „gefährdet“. Der Nachfolger soll zeitnah feststehen.
Die Straubing Tigers haben für die dritte Trainerentlassung der aktuellen Saison in der DEL gesorgt. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie und der dadurch akut in Gefahr geratenen Qualifikation für die Playoffs wurde Coach Tom Pokel freigestellt. Als Tabellenachter haben die Niederbayern nur zwei Punkte mehr auf dem Konto als der Elfte Nürnberg.
Pokels lange Erfolgsliste
Der 57-Jährige war in der Saison 2017/18 zu den Tigers gekommen und avancierte danach zum erfolgreichsten Trainer der Clubgeschichte. Zuletzt stand Straubing sechsmal in Folge in der Endrunde, erreichte fünfmal direkt das Viertelfinale, wurde zweimal Dritter in der Hauptrunde und qualifizierte sich dreimal für die Champions Hockey League. Im vergangenen Jahr besiegen die Tigers Schwenningen in einer spannenden Play-off-Viertelfinalserie, scheiterten im Halbfinale am späteren Meister Berlin.
Die Nachfolge von Tom Pokel steht noch nicht fest. Offenbar ein Kandidat ist der frühere DEL-Spieler Craig Woodcroft, der auch schon in Mannheim als Co- und Cheftrainer arbeitete. Zuletzt war der 55-Jährige 2022/23 bei Dinamo Minsk in der KHL tätig.
Der Grund für die Trennung
Straubings Sportdirektor Jason Dunham wird wie folgt zitiert: „Tom hat über achteinhalb Jahre hinweg großartige Arbeit für die Straubing Tigers geleistet. Er hat den Club mitgeprägt und einen großen Anteil an unserer Entwicklung. Dennoch sehe ich unsere sportlichen Ziele gefährdet. Deshalb haben wir uns entschieden, eine Veränderung vorzunehmen.“
Tom Pokel bedankt sich auf der Homepage der Tigers bei der Clubführung, den Gesellschaftern, Sponsoren und allen Anhängern „für acht tolle Jahre. Es war ein Privileg, ein Teil der Geschichte der Straubing-Tigers-Familie zu sein.“
Großer Umbruch im Kader ist möglich
Ein offenes Geheimnis ist es, dass es bei den Tigers im Sommer – allein schon altersbedingt – wieder einen großen Umbruch im Kader geben könnte. So zum Beispiel zieht es Top-Talent Joshua Samanski – mit einer NHL-Ausstiegsklausel – nach Berlin. Ob Routiniers wie der aktuell lange gesperrte JC Lipon, Travis St.Denis, Stephan Daschner oder Justin Braun noch weiter an Bord sind, ist fraglich.