Befreiend: Wild-Wings-Angreifer Kyle Platzer freut sich über sein Tor gegen Wolfsburg. Foto: Roland Sigwart

Was bei den Wild Wings vor dem 3:2 gegen Wolfsburg alles besprochen wurde. Welcher Aspekt für Coach Steve Walker und Kapitän Thomas Larkin besonders zählt.

Über 400 Mädchen und Jungen aus insgesamt zwölf Schulklassen tummelten sich am Sonntag beim traditionellen „Schools Day“ der Wild Wings – Stunden vor dem Heimspiel gegen Wolfsburg – in der Helios Arena. Im Mittelpunkt stand ein Eishockey-Parcours, eine Spielerin der Lady Wings demonstrierte ihre Ausrüstung und Nachwuchschef Wayne Hynes erzählte von seiner Karriere. Ab 16.30 Uhr feuerten die Jugendlichen die Schwäne begeistert an. Eine feine Sache der Wild Wings seit Jahren, die damit wohl den einen oder anderen neuen Fan dazugewinnen.

 

So locker und leicht wie die Kids taten sich die Profis dann allerdings gegen die Grizzlys am Sonntagabend nicht. Es sah mehr nach schwerer Arbeit auf dem Eis aus. Die bittere Derbyniederlage vom Freitag gegen Mannheim schien wohl doch noch etwas für Verkrampfung zu sorgen. Aber die Wild Wings bissen sich zum wichtigen 3:2 Sieg mit dem Last-Minute-Tor von Danny O’Regan durch.

Die Einstimmung am Samstag

Am Samstag, wenige Stunden nach der Derbypleite, hatte es intern beim Schwenninger Team eine Aussprache gegeben. Kapitän Thomas Larkin wollte natürlich nicht so viel ausplaudern, erklärte aber: „Wir haben uns in dem Gespräch noch einmal darauf fokussiert, dass wir gemeinsam über 60 Minuten konstant gehen müssen, um Erfolg zu haben. Gegen Wolfsburg haben wir es als Mannschaft sehr gut umgesetzt. Deshalb bin ich stolz auf die Jungs.“

Und Thomas Larkin weiter: „Wir haben uns mit Platz sieben bisher eine gute Ausgangsposition erarbeitet.“ Der Kapitän hat aber auch ein Argument dafür, warum sein Team in den vergangenen Wochen leistungsmäßig diese Wellentäler durchmachte: „Es darf keine Entschuldigung sein, aber diese Reiserei zuletzt, zweimal in kürzester Zeit nach Dresden beispielsweise, war stressig und nervig. Wir konnten zwischendurch kaum umfangreich trainieren oder sprechen. Das war alles nur noch zwischen Tür und Angel. Deshalb freuen wir uns nun auf eine normale Woche.“

Am Freitag geht es daheim gegen Bremerhaven weiter.

Für Wild-Wings-Coach Steve Walker war nach dem Sieg gegen Wolfsburg klar: „Es war nicht unsere beste Leistung, aber charakterlich hat unsere Mannschaft wieder einen Schritt nach vorne gemacht.“

Imponiert hatte Walker vor allem auch, dass sich sein Team durch das schnelle 2:2 der Grizzlys zu Beginn des letzten Drittels nicht vom Weg abbringen ließ und diesen Dreier mit „einer sehr guten Abwehrarbeit“ wollte.

Trainer-Weihnachtsmarkt in Dresden

Das DEL- Schlusslicht Dresden (2:4 gegen München) ist weiterhin auf Trainersuche. In der Gerüchteküche der Eislöwen wird immer heißer gekocht. Neben Pavel Gross wurden am Wochenende Bill Stewart (früher auch in Mannheim) oder Gerry Fleming (Frankfurt) als weitere Kandidaten gehandelt. Beim glücklosen Aufsteiger ist ein neuer, klar arbeitender Coach so dringend notwendig, wie ein paar besinnliche Stunden nun in der Adventszeit.