Philip Feist (rechts) ist zurück: Nach knapp viermonatiger Verletzungspause feierte der talentierte Stürmer gegen Straubing ein erfolgreiches Comeback. Foto: Roland Sigwart

Der Trend stimmt bei den Wild Wings. Bei Sebastian Uvira muss abgewartet werden. Philip Feist beschreibt seine „schönen“ Gefühle nach dem Comeback.

Mit einer ausgezeichneten Leistung haben die Wild Wings am Sonntagabend Straubing daheim mit 4:2 besiegt. Es war der vierte Sieg in den vergangenen fünf Spielen. Die Schwenninger rücken in der DEL-Tabelle auf den neunten Platz vor und haben auf den achten Platz (Wolfsburg/55) nur vier Punkte Rückstand. Dieser achte Rang wäre wichtig, um in der kurzen Serie der Pre-Playoffs („Best of 3“) Heimrecht genießen zu können.

 

Steve Walker

Wie sehr sich Coach Steve Walker über den positiven Trend seines Teams freut, kam klar in seinen Ausführungen nach dem Schlusszeichen gegen Straubing zum Ausdruck: „Im Moment stimmen unsere Ergebnisse. Wir spielen aktuell sehr gut gegen gute Mannschaften. Wir haben es auch heute geschafft, wieder Tore zu schießen und unser Selbstvertrauen zu finden. Im den letzten Minuten verteidigten wir gut und haben zweite Chancen von Straubing nicht mehr zugelassen. Wichtig war, dass die Mannschaft in den vergangenen Wochen immer an unseren Prozess geglaubt hat, auch wenn es nicht gut lief. Wir sind immer positiv geblieben.“

Sebastian Uvira

In der sechsten Minute wurde der Schwenninger Stürmer von Straubings Stephan Daschner an der Bande mit beiden Beinen übelst ausgehebelt und knallte mit dem Kopf aufs Eis. Daschner erhielt lediglich eine Zweiminuten-Strafe – Uvira musste aufgrund einer Gehirnerschütterung die Nacht von Sonntag auf Montag im Schwarzwald-Baar-Klinikum verbringen, ist aber nun wieder zu Hause.

Offen ist, wie schwer die Gehirnerschütterung ist und wie lange der zuletzt wieder formstarke Angreifer ausfallen wird. „Sebastian muss natürlich das ganze Gesundheitsprotokoll, das bei Verletzungen dieser Art verpflichtend ist, in den kommenden Wochen durchlaufen“, erklärt Geschäftsführer Stefan Wagner.

Philip Feist

Besser konnte für den talentierten Schwenninger Stürmer sein Comeback nach knapp viermonatiger Verletzungspause nicht laufen. Neben Mirko Höfflin und Hakon Hänelt war Philip Feist schnell und gut drin in der Partie gegen Straubing. Coach Steve Walker dosierte noch die Einsatzzeiten des U23-Angreifers, der 6:53 Minuten insgesamt am Sonntag auf dem Eis war.

Die lange vermisste Nummer 9 strahlte später: „Es ist schön, wieder bei der Mannschaft zu sein. Für das erste Mal lief es super. In den ersten Zweikämpfen waren noch ein paar wenige Gedanken an die Verletzung da, aber dies hat sich dann gegeben. Ich fühle mich absolut wieder fit.“

Philip Feist stellt der Mannschaft ein sehr gutes Zeugnis zum jetzigen Zeitpunkt aus: „Wir haben das seit Jahren stärkste Team. Ich bin für die kommenden Wochen sehr zuversichtlich, auch wenn wir bis zur Olympia-Pause nur noch Top-6-Gegner haben.“