Warum der frühere Wild-Wing-Profi seinen Strafbefehl akzeptiert. In Straubing läuft ein kleiner personeller Umbruch. Johannes Krauß zieht es nach Iserlohn.
Die Adler Mannheim stehen im DEL-Playoff-Finale. Der Schwenninger Erzrivale machte in der Halbfinal-Serie gegen München am Freitagabend mit einem souveränen 4:1-Heimerfolg in der SAP Arena den Deckel drauf, entschied die Serie mit 4:1 für sich.
In der anderen Halbfinal-Serie zwischen Berlin und Köln haben sich die Eisbären am Freitag mit dem 5:2-Heimerfolg den ersten Matchpunkt (3:2 steht es in der Serie) geholt und könnten am kommenden Montag (19.30 Uhr) mit einem Sieg in Spiel 6 in Köln ebenfalls ins Finale einziehen. Aber es dürfte für den Titelverteidiger schwer werden, denn auch ein mögliches siebtes Spiel findet dann kommende Woche in Köln statt.
In der Finalserie der DEL2-Serie hat Krefeld in Spiel 1 mit einem 3:2-Heimerfolg nach Overtime gegen Kassel vorgelegt. Am Sonntag geht es bei den Huskies weiter.
Alex Dück
Unterdessen hat der Ex-Schwenninger Alexander Dück – ehemaliger Head-Coach der Bietigheim Steelers – aus eigener Iniative eine Stellungnahme abgegeben. Gegen ihn wurde vor einer Woche ein Strafbefehl wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung erlassen. Daraufhin stellten ihn die Bietigheim Steelers frei (wir haben berichtet).
In einem schriftlichen Statement erklärt Alex Dück auch gegenüber unserer Zeitung: „Ich werde den Strafbefehl im Verfahren gegen mich akzeptieren. Diese Entscheidung ist kein Schuldeingeständnis, sondern Ergebnis einer verantwortungsbewussten Abwägung aller Umstände. Mein besonderer Dank geht dabei an meine Familie für ihren Beistand und Rat.“
Dem Strafbefehl ging eine Strafanzeige von zwei ehemaligen Physiotherapeutinnen des Clubs im März 2025 voraus, nach der ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.
Alex Dück erklärt, weshalb er den Strafbefehl akzeptiert: „Im Mittelpunkt meiner Entscheidung steht für mich, weiteren Schaden vom Club, der Mannschaft und meinem persönlichen Umfeld abzuwenden sowie eine unnötige öffentliche Zuspitzung zu vermeiden. Durch die Zahlung der vom Gericht angeordneten Tagessätze gelte ich als nicht vorbestraft.“
Abschließend schreibt der Ex-Wild-Wing-Profi in seiner Stellungnahme: „Ich respektiere die Entscheidung des Clubs und werde meinen weiteren Weg mit Klarheit, Ruhe und voller Überzeugung gehen. Mein Dank gilt der Mannschaft, dem Staff, allen Mitarbeitern im Club sowie den Fans für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihren Einsatz.“
Straubing Tigers
Die Straubing Tigers, im DEL-Playoff-Viertelfinale gegen Berlin ausgeschieden, geben mehrere personelle Veränderungen im Kader bekannt: Josh Melnick, Zac Leslie, Elis Hede, Tim Fleischer, Wade Allison und Justin Scott den Club verlassen. Auch Youngster Tobias Schwarz gehört künftig nicht mehr zum Kader der Niederbayern.
Scott soll künftig für die Iserlohn Roosters spielen, Hede für Red Bull München, Fleischer für die Kölner Haie.
Johannes Krauß (Ingolststadt) zieht es – wie Justin Scott – ebenfalls nach Ingolstadt.