Dem Münchner Fabio Wagner droht eine lange Sperre. Eisbären Berlin auf Kurs in Richtung Halbfinale. Adler kassieren in Viertelfinal-Serie erste Niederlage.
Das denkwürdige Spiel zwischen Köln und Schwenningen war nur ein Teil eines insgesamt bemerkenswerten vierten Playoff-Viertelfinal-Spieltages am Dienstagabend. Auch in den weiteren drei Partien ging es rund.
Fabio Wagner droht lange Sperre
Der 2:2-Serienausgleich des ERC Ingolstadt gegen den EHC Red Bull München (7:2) geriet schnell in den Hintergrund, nachdem Münchens Fabio Wagner Ingolstadts Edwin Tropmann krankenhausreif checkte.
Am Mittwoch meldete sich Wagner mit einem Video per Instagram zu Wort und entschuldigte sich: „Was gestern auf dem Eis passiert ist, tut mir aufrichtig leid“, sagte der Münchner. „Es war ein Fehler von mir und ich trage die volle Verantwortung für mein Handeln.“ Wagner droht eine lange Sperre.
In der letzten Spielminute in Ingolstadt kam es zu dem negativen Höhepunkt, als Fabio Wagner ohne Chance auf den Puck Edwin Tropmann heftig wegcheckte.Der Ingolstädter verlor bei dem heftigen Zusammenprall seinen Helm und blieb bewusstlos auf dem Eis liegen.
Erst im Krankenwagen kam Tropmann übereinstimmenden Medienberichten zufolge wieder zu sich. Fabio Wagner, der noch bis zum Sommer für den ERC Ingolstadt auf dem Eis gestanden hatte, wurde für die restliche Spieldauer ausgeschlossen.
Ingolstadts Sportdirektor Tim Regan fand danach deutliche Worte für die Aktion. Er habe Verständnis für die Frustration aufgrund des Spielstands, „aber in diesem Maß gibt es keine Entschuldigung. Das hat nichts mehr mit Eishockey zu tun.“
Insgesamt 155 Strafminuten wurden in diesem Spiel verteilt.
Mannheim ist noch nicht durch
Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben den ersten Matchball gegen Mannheim in ihrer Viertelfinal-Serie mit einem imposanten 6:1-Heimerfolg abgewehrt. Jetzt steht es nur noch 3:1 für die Adler. Bremerhaven-Coach Alex Sulzer hatte im Tor Leon Hungerecker für den zuletzt nicht überzeugenden Kristers Gudlevskis gebracht. Die personelle Rochade ging voll auf: „Wir haben eine starke Teamleistung gezeigt“, freute sich Hungerecker nach dem Schlusszeichen.
Eisbären schnuppern schon am Halbfinale
Die Eisbären Berlin nehmen mit dem 2:1-Heimsieg gegen Straubing Kurs in Richtung Halbfinale, in dem sie dann auf Schwenningen-Bezwinger Köln treffen würden. In der Viertelfinalserie gegen die Tigers führt der Titelverteidiger nun mit 3:1. Mann des Abends war Berlins Top-Scorer Ty Ronning, der das 1:0 von Marcel Noebels vorbereitete und das 2:0 selbst erzielte. Berlins Manuel Wiederer machte nach dem Schlusszeichen eine Kampfansage: „Wir brauchen alle 20 bis 30 Mann, um wieder Meister zu werden. Das ist unser Ziel.“
Am Gründonnerstag wird die Viertelfinale-Serie fortgesetzt.