Die Wild Wings können das Heimrecht in den Pre-Playoffs bereits am Freitag daheim gegen die Roosters lösen. Was Mirko Höfflin vor dem letzten DEL-Hauptrunden-Wochenende fordert.
Ihre Playoff-Qualifikation haben die Wild Wings (8./69) zum dritten Mal in Folge geschafft. Nun geht es an den letzten beiden Spieltagen der DEL-Hauptrunde um den achten Platz, also um das Heimrecht in der kurzen Pre-Playoff-Serie.
Die Ausgangslage vor dem Freitag-Spieltag
Die Schwenninger werden am Freitag (19.30 Uhr) die Iserlohn Roosters empfangen, die relativ ohne Druck als Tabellenzwölfter die Saison bereits ausklingen lassen können.
Die Direktkonkurrenten der Wild Wings – Wolfsburg (9./68) und Nürnberg (10./65) – haben – von der Papierform her – schwere Aufgaben zeitgleich zu bewältigen. Die Nürnberger empfangen am Freitagabend Bremerhaven – Wolfsburg läuft daheim gegen den Hauptrundenmeister Köln auf.
Holen die Neckstarstädter gegen die Roosters drei Punkte und rutscht Wolfsburg parallel dazu aus, ist der achte Rang den Schwänen vor dem Hauptrunden-Finale am Sonntag in Mannheim nicht mehr zu nehmen.
Was Steve Walker sagt
Der Schwenninger Coach hatte gleich nach der feststehenden Qualifikation am vergangenen Sonntag betont, wie wichtig es sei, die zuletzt erarbeiteten Dinge im Spiel nun weiter zu verfestigen. Ja, ein wenig genießen nach dem ersten erreichten Etappenziel, „aber wir dürfen es nicht übertreiben“.
Neben den Trainingseinheiten bildeten auch ausführliche Video-Analysen von den vergangenen Spielen Schwerpunkte für die Mannschaft in dieser Woche.
Steve Walker erwartet ein hartumkämpftes Heimspiel gegen Iserlohn: „Einige Spieler von ihnen spielen ja noch um Verträge. Ich mag die Spiele gegen Iserlohn. Sie spielen ein hartes Eishockey, das uns liegt.“
Angreifer Mirko Höfflin betont: „Wir wollen immer mehr in die Playoff-Stimmung reinkommen und gegen Iserlohn von Beginn an bereit sein. Einen bestimmten Wunschgegner für die Pre-Playoffs haben wir nicht, aber wir wollen unbedingt das Heimrecht.“
Die Personalien
Steve Walker plant mit dem Lineup, das am vergangenen Sonntag daheim den entscheidenden 2:1-Sieg gegen Augsburg einfuhr. Ein Fragezeichen steht noch hinter Backup Michael Bitzer, der mit seiner Frau in diesen Tagen Nachwuchs erwartet.
Daniel Fischbuch nach Köln
Vor der Abreise am Donnerstagmittag in die Neckarstadt stellte Iserlohns Sportdirektor Franz-David Fritzmeier klar: „Für Schwenningen geht es noch um etwas – für uns um die Ehre. Die Saison hat 52 Spiele und nicht 30.“
Zum letzten Mal im Iserlohner Trikot gegen die Wild Wings werden Eric Cornel (Ziel unbekannt), Taro Jentzsch (Wechselt wohl nach Straubing) und Nationalspieler Daniel Fischbuch (Er soll in Köln unterschrieben haben) auflaufen. Gegen Schwenningen wird Anthony Camara nach Verletzungspause sein Comeback feiern.
Die personellen Planungen für die Zukunft haben bei den Sauerländern unter Fritzmeier längst begonnen. Das Ziel ist klar: Die Iserlohner wollen in der neuen Saison nach 2020/21 wieder einmal die Playoffs erreichen. Als Neuzugang soll unter anderem auch der frühere Schwenninger Verteidiger Peter Spornberger feststehen.
Die bisherigen Saisonduelle
Nach der bisherigen Saisonbilanz zwischen Schwenningen und Iserlohn steht es 2:1 für die Wild Wings. Sie gewannen am 14. September am Seilersee mit 3:2 nach Penaltyschießen, feierten am 16. Dezember einen 3:0-Heimerfolg. Aber am 26. Dezember verloren die Schwäne im Sauerland mit 2:4.