Mahnende Worte von Alex Karachun (links) nach dem Sieg in Frankfurt: „Wir dürfen jetzt keinen Schritt mehr zurück machen.“ Foto: Roland Sigwart

Die Gefühlswelt der Schwäne nach dem ersten Saison-Dreier. Angreifer Alex Karachun sieht eine Leistungssteigerung. Der nächste lange Deutschland-Trip steht schon bevor.

Die Wild Wings haben am Sonntagabend mit dem 6:3 in Frankfurt am vierten DEL-Spieltag einen eminent wichtigen Dreier geholt – der erste in dieser Saison. Damit positionieren sich die Schwenninger inmitten eines schweren Auftaktprogramms erst einmal auf dem zehnten Platz.

 

Am Wochenende steht der nächste Deutschland-Trip für die Schwenninger mit zwei Auswärtsspielen an. Am Freitag (19.30 Uhr) gastieren die Neckarstädter in Wolfsburg. Am Sonntag (14 Uhr) spielen sie in Berlin. Auf dem Erfolgserlebnis in Frankfurt wollen die Schwäne weiter aufbauen.

Die Stimmen in Frankfurt

Wild-Wings-Coach Steve Walker war in erster Linie deshalb zufrieden, „weil dieser Sieg zu diesem Zeitpunkt wichtig für uns war. Das erste und zweite Drittel waren sehr eng. Im dritten Spielabschnitt konnten wir dann zu Beginn unsere Chancen verwerten, was uns ein wichtiges Polster gegeben hat.“

Für Alex Karachun war es gegen die Löwen eine „Achterbahnfahrt. Wir haben nicht gut ins Spiel reingefunden. Im zweiten Drittel haben wir uns aber das Momentum aufgebaut und im letzten Abschnitt den Sack zugemacht.“

Für den Schwenninger Angreifer war es – im Vergleich zur 1:4-Niederlage am Freitag gegen Köln – aus Sicht seines Teams eine Steigerung in den Bereichen „Effizienz, Einsatz und im Forechecking. So müssen wir weitermachen und dürfen nicht in den nächsten Spielen wieder einen Schritt zurückmachen“, fordert er.

Bemerkenswert waren bei den Wild Wings der Doppelpack von Neuzugang Jordan Szwarz sowie die Treffer der Verteidiger Will Weber und Arkadiusz Dziambor.

Krise in Frankfurt spitzt sich zu

Ob Frankfurts Trainer Tom Rowe nach den ersten vier Niederlagen sportlich diese Woche noch übersteht, ist offen. Die Kritik an ihm wird im Umfeld des DEL-Schlusslichts immer lauter. Eine Entwicklung ist bei seinem Team nicht erkennbar.

Nach der Niederlage gegen Schwenningen sprach Rowe Klartext: „Unser erstes Drittel war solide. Im zweiten Drittel sind wir davon abgekommen und sind im letzten Drittel auseinandergefallen.“

Fliegen die Adler davon?

An diesem vierten DEL-Spieltag gab es drei bemerkenswerte Aspekte: Erstens sind die Mannheimer Adler (2:1 gegen Ingolstadt) weiterhin ohne Punktverlust. Zweitens verloren die Eisbären Berlin nach dem 1:7 am Freitag in Mannheim auch am Sonntag in Bremerhaven mit 1:5 und haben immer noch keinen Ersatz für die langzeitverletzten Top-Spieler Kai Wissmann und Marcel Noebels gefunden. Der Titelverteidiger hat erst sechs Punkte auf dem Konto (8.).

Auch Red Bull München zog in Straubing (2:6) den Kürzeren und kommt nach vier Partien ebenfalls erst auf sechs Zähler.