Die abstiegsbedrohten Dresdner Eislöwen lösen vorzeitig bereits den dritten Vertrag auf. Wohin es den früheren Wild-Wings-Kapitän jetzt zieht. Ein Duo bleibt hingegen in Köln.
Der nächste Spieler geht frühzeitig von Bord beim abstiegsbedrohten DEL-Ligisten Dresden. Nach Verteidiger Tariq Hammond (zur Düsseldorfer EG) und Andrew Yogan (zum norwegischen Erstligisten Stavanger Oilers) räumt nun acht Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde ein ganz prominenter Spieler seinen Spind aus: Travis Turnbull.
Dresden beschreitet neue Wege
Der Eislöwen-Kapitän wechselt sofort zum – ebenfalls abstiegsbedrohten – Kaufbeuren. Der 39-Jährige hatte unter dem früheren Schwenninger Coach Niklas Sundblad die Eislöwen erst vor einem dreiviertel Jahr in die DEL geführt.
Die Zielsetzung der Dresdner ist klar: Weiterhin auf den Klassenerhalt in der DEL hoffen, aber der Kader wird hinsichtlich der kommenden Saison – ligaunabhängig – auf jeden Fall verjüngt. In der DEL dürften die Sachsen auf direktem Weg den Ligaverbleib nicht mehr schaffen. Der Punkterrückstand zum Vorletzten Frankfurt beträgt bereits 19 Zähler.
Sollte aber ein Team der DEL2 Meister werden, dessen Clubführung keine DEL-Lizenz beantragt hat, wären die Dresdner durch die Hintertüre gerettet.
So oder so – Travis Turnbull wird das in Dresden nicht mehr erleben. Zu dieser Personalie wird Dresdens Sportdirektor Jens Baxmann wie folgt zitiert: „Im Zuge der laufenden Planung für die neue Saison haben wir gemeinsam Gespräche mit Travis Turnbull über seine sportliche und vertragliche Zukunft geführt. Nach einem offenen und vertrauensvollen Austausch sind wir seinem Wunsch nachgekommen, sich frühzeitig sportlich neu zu orientieren und haben seinem Wechsel nach Kaufbeuren zugestimmt.“
Ein Duo bleibt in Köln
Juhani Tyrväinen und Kevin Niedenz werden auch in der Saison 2026/2027 für die Kölner Haie auflaufen. Beide Stürmer haben ihre Verträge um ein Jahr verlängert.