Die Titelkämpfe in der Schweiz werfen – mit zwei Wild Wings – ihre Schatten voraus. Warum der Straubinger Top-Verteidiger verbal auf den Bundestrainer losgeht.
Nach den Olympischen Spielen ist vor der kommenden WM, die im Mai in der Schweiz stattfindet. Während der bisherige italienische Nationalmannschafts-Kapitän Thomas Larkin nach seinem Karriereende mit seiner Familie von Niedereschach in sein neues Domizil in der Nähe von Mailand umzieht, ist Schwenningens bisheriger Verteidiger Alex Trivellato nach Bozen zum WM-Vorbereitung des italienischen Teams gereist. Die sportliche Zukunft von Trivellato ist aber noch offen. Bei den Wild Wings wurde sein Vertrag noch nicht verlängert.
Arkadiusz Dziambor
Um bei der WM dabei zu sein, muss Wild-Wings-Verteidigertalent Arkadiusz Dziambor erst einmal erfolgreich die verschiedenen Vorbereitungslehrgänge unter Bundestrainer Harold Kreis absolvieren. Die deutsche Nationalmannschaft testet an diesem Donnerstag (17.30 Uhr) und am Freitag (17 Uhr) jeweils in Karlsbad gegen Tschechien. Arkadiusz Dziambor steht im Aufgebot.
Wild-Wings-Coach Steve Walker freut sich für seinen Schützling: „Aki hat sich diese Chance nach einer starken Saison absolut verdient. Wir hoffen natürlich, dass er dann auch im endgültigen WM-Aufgebot steht. Aber das ist Sache von Harold Kreis.
Marcel Brandt
Auf den Bundestrainer ist Straubings Top-Verteidiger Marcel Brandt aktuell nicht gut zu sprechen. Vor vier Jahren stand Marcel Brandt letztmals im Aufgebot der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und wurde seitdem – trotz starker Leistungen – nicht mehr nominiert. Der 33-Jährige hat deshalb seinen Abschied aus dem DEB-Team verkündet.
Dies in der vergangenen Woche untermalt mit einer Brandrede und kritischen Worten gegenüber Harold Kreis: „Wenn Aussagen kommen von einem Bundestrainer wie: ‚Du hast mich die letzten drei Jahre nicht interessiert und ich habe dich nicht beobachtet.‘ Dann ist das für mich Aussage genug. Das ist einfach ein No-Go,“ wird Marcel Brandt in verschiedenen Medien zitiert.
Immerhin hat es inzwischen auf dem kurzen Weg eine Aussprache zwischen dem Straubinger und Harold Kreis gegeben: „Er hat sich entschuldigt dafür, er kann die Zeit nicht zurückdrehen. Wir sind im Guten auseinandergegangen“, wird Marcel Brandt abschließend zitiert.