Die Eisbären – hier Morgen Ellis, im Duell mit Philip Feist – haben mit den Wild Wings noch eine Rechnung offen: Am 29. September kamen sie in der Helios Arena mit 1:4 unter die Räder. Foto: Roland Sigwart

Die Schwenninger nach der 1:3-Niederlage in Köln und vor dem Freitag-Spiel gegen die Eisbären: Tyson Spink ist wieder fit. Eventuell pausiert Joacim Eriksson.

Die Wild Wings befinden sich auf dem Weg nach Berlin. In ihrem Hotel in Bonn konnten Trainer und Mannschaft am Donnerstagmorgen etwas länger ausschlafen. Nach dem Frühstück ging es weiter in die Landeshauptstadt. Am Freitag (19.30 Uhr) wartet dort der DEL-Tabellenführer Eisbären Berlin auf die Schwenninger.

 

Die Analyse von Steve Walker

„Wir wachsen auswärts. Unsere Leistung gegen Köln war besser als unsere Spiele zuletzt in Bremerhaven oder in Frankfurt“, sah Wild-Wings-Coach Steve Walker trotz der 1:3-Niederlage gegen die Haie am Mittwochabend positive Aspekte bei seinem Team. „Letztlich waren nur die 31 Sekunden am Ende des zweiten Drittels, als wir die beiden Gegentore zum 1:3 kassierten, schuld an unserer Niederlage. In diesen Momenten haben wir aber auch zu viele Fehler gemacht, aus denen wir lernen müssen“, betont der Schwenninger Trainer und ergänzte: „Wir können zwischenzeitlich sogar das 2:2 machen. Wir haben insgesamt kein schlechtes Spiel gemacht. Unser Team kommt auswärts mit den jeweiligen Bedingungen immer besser zurecht“, so Steve Walker.

Das sagt Uwe Krupp

Kölns Trainer Uwe Krupp zeigte sich glücklich mit der Art und Weise, „wie wir diesen Sieg herausgespielt haben. Wir haben sehr gut verteidigt und insgesamt ein sehr gutes Spiel gegen Schwenningen gemacht.“

Der Blick auf den Freitagabend

Die Wild Wings müssen schnell zur Tagesordnung wieder übergehen. In Berlin warten die Eisbären, die nicht nur ihre Spitzenposition verteidigen, sondern sich auch für ihre 1:4-Niederlage am 29. September in der Helios Arena revanchieren wollen.

Die Berliner Stürmerlegende Steve Walker weiß genau, was auf sein Team am Freitagabend zurückkommt. Vor allem viel gegnerischer Druck: „Die Eisbären greifen praktisch im Fünfer-Block an. Wir müssen sehen, dass wir ihnen Zeit und Raum nehmen.“

Schwenninger Personalien

Tyson Spink wird nach auskurierter Oberschenkelzerrung wieder spielen, weshalb Steve Walker seine Sturmreihen in der Mercedes-Benz-Arena umbaut. Möglich ist, dass im Tor Cody Brenner zu seinem vierten Saisoneinsatz kommt und Joacim Eriksson pausieren darf.

Was Serge Aubin erwartet

Berlins Coach Serge Aubin erwartet ebenfalls ein Spiel, „das von einem harten Kampf geprägt sein wird. Schwenningen spielt ein aggressives Forechecking. Im ersten Spiel haben wir dies bereits erfahren, als die Wild Wings verdient gewonnen haben.“

Das Erfolgsrezept der Eisbären

Die Eisbären haben bei ihren personellen Planungen im Sommer nach einer enttäuschenden Vorsaison als überraschender Zuschauer bei den Play-offs vieles richtig gemacht. Alle zwölf Neuzugänge – darunter der gebürtige Schwenninger und neue Kapitän Kai Wissmann – schlugen ein. Der neunmalige deutsche Meister besitzt mit 51 erzielten Treffern und nur 28 Gegentoren offensiv wie defensiv momentan die besten Werte in der DEL.

Doch die Berliner haben vor dem Wochenende Sorgen: Neben dem langzeitverletzten Lean Bergmann fallen nun kurzfristig auch die beiden Angreifer Leonhard Pföderl und Ty Ronning aus.