Neckarstädter sind beim Abstiegskandidaten in der Defensive zu anfällig und gehen leer aus. Panther feiern dritten Sieg in Folge. Es folgt in der DEL eine Länderspielpause.
Die Wild Wings haben am Sonntagabend in der DEL bei den Augsburger Panther nach einer insgesamt nur durchwachsenen Leistung mit 3:5 verloren und gehen punktemäßig somit an diesem Wochenende komplett leer aus. Die bisher am Tabellenende abgeschlagenen Augsburger wittern im Kampf um den Klassenerhalt nach drei Siegen in Folge wieder Morgenluft.
Schwenningens Angreifer Sebastian Uvira war nach dem Schlusszeichen enttäuscht: „Wir haben in den ersten 20 Minuten nicht das gespielt, was wir wollten. Am Ende hat unsere Mannschaft wieder einen guten Charakter gezeigt, doch es hat nicht mehr gereicht.“
Die Personalien
Coach Steve Walker hatte – im Vergleich zum verlorenen Derby gegen Mannheim – bis auf die Reihe mit Ritchie und den Spink-Brüdern seine Angriffsreihen verändert. So fügte er zum Beispiel die letztjährige Paradereihe mit Alex Karachun, Zach Senyshyn und Kyle Platzer wieder zusammen. Alex Trivellato kehrte in die Abwehr zurück. Hier wurde aber Kapitän Thomas Larkin vor dem Hintergrund „Belastungssteuerung“ geschont. Im Tor stand Joacim Eriksson.
Bei den Augsburgern fehlte unter anderem der verletzte Top-Stürmer Thomas Trevelyan, der bis zum Saisonende ausfällt. Das Tor hütete Markus Keller.
„Augsburg wird rauskommen wie die Feuerwehr. Wir müssen sofort zeigen, dass wir bereit sind“, forderte Schwenningens Alex Trivellato vor dem ersten Bully.
Das erste Drittel
Das mit dem Begriff „Feuerwehr“ war passend, denn die Panther führten nach nur 75 Sekunden mit 1:0 durch den Treffer von Anthony Louis, nachdem sich die Wild Wings an der gegnerischen blauen Linie einen Patzer geleistet hatten. Beim 0:2 aus Sicht der Gäste (5.) war die Defensive der Schwäne unsortiert – Jason Bast war für Augsburg der Torschütze.
Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Philip Feist (5.) verkürzte nach Zuspiel von Brandon McMillan auf 1:2. Doch die Augsburger agierten weiterhin intensiv und effektiv – 3:1 durch Mark Zengerle im Powerplay (12.).
Zengerle verdeutlichte nach dem ersten Drittel, im dem er an allen drei AEV-Toren beteiligt gewesen war, „dass uns die beiden vergangenen Siege in Sachen Selbstvertrauen schon einen großen Push gegeben haben“.
Das zweite Drittel
Im Mitteldrittel gaben die Augsburger weiterhin den Ton an. Die Wild Wings waren in dieser Phase oft einen Schritt hintendran. Doch in der 39. Minute kassierte Panther-Verteidiger Thomas Schemitsch eine Spieldauerstrafe nach Stockstich gegen McMillan. In der gleichen Minute verkürzte Matt Puempel im Powerplay auf 2:3.
Schwenningens Angreifer Daniel Neumann forderte vor dem Schlussdrittel: „Wir müssen noch mehr Druck aufbauen.“
Das letzte Drittel
Im Schlussabschnitt ging es rauf und runter. Alex Oblinger gelang in der 47. Minute das 4:2 für die Gastgeber – doch nur 53 Sekunden später war Zach Senyshyn mit dem 3:4 zur Stelle. Die Wild Wings hatten sich – im Vergleich zu den ersten beiden Dritteln – in der Offensive nun verbessert. 71 Sekunden vor dem Ende zerbrach nach einem sauberen Check von Denis Reul gegen Uvira eine Scheibe. Zwölf Minuten dauerte die Reparatur. Dann kassierte Tylor Spink noch eine Strafe und Chris Collins (59:16) machte in Überzahl für die Panther mit dem 5:3 den Deckel drauf.
Statistik
Augsburg – Wild Wings 5:3 (3:1, 0:1, 2:1). Tore: 1:0 Louis (1:15 – Assists: Bast, Zengerle), 2:0 Bast (4:06 – Zengerle, Renner), 2:1 Feist (4:32 – McMillan, Puempel), 3:1 Zengerle (11:18/5:4 – Louis, McCourt)m 3:2 Puempel (38:51 – Ritchie, Tylor Spink), 4:2 Oblinger (46:35), 4:3 Senyshyn (47:28 – Karachun, Weber), 5:3 Collins (59:16/5:4).Strafen: Augsburg: 7 plus Spieldauer für Schemitsch/39.) – Wild Wings: 6.Schiedsrichter: Hunnius/Hinterdobler.Zuschauer: 5776 (darunter 500 Wild-Wings-Fans).