Eine besondere Herausforderung während des Aufrichtens des Narrenbaums war in diesem Jahr der Dauerregen.
Mehr als 30 Aktive unter der jederzeit souveränen Leitung ihres Obertännlelupfers Uwe Mühlbacher erledigten ihre Aufgabe bravourös.
Auch wenn dem Publikum mitunter der Atem gestockt haben mag, bestand zu keiner Zeit die Gefahr, der Baum könnte in eine unerwünschte Richtung ziehen.
Der Baum mit seiner Höhe von rund 23 Metern stammte wie immer aus dem geheimen Schwenninger Narrenbaumwald. Traditionell ist die Fichte eine der stolzesten Nachfahren des Hölzlekönigs, welcher bis zu seinem unwetterbedingten Ableben einst als mächtigster Baum Deutschlands galt.
In historischen Erinnerungen schwelgen konnten auch die Fans von Oldtimer-Gefährten. Ein Deutz-Traktor mit Baujahr 1954 mit einem Langholzfuhrwerk aus dem 19. Jahrhundert transportierte den Baumstamm auf den Muslenplatz.
Sechs Schwalbenpaare an Stellstangen waren notwendig, den Baum in seine Position zu bringen, was den Tännlelupfern einiges an Kraft, Koordination und Ausdauer abverlangte.
Doch mit einer durchschnittlichen Erfahrung von 14 Jahren Baumstellen und einem Durchschnittsalter von 48 Jahren erledigten sie ihre Aufgabe gekonnt.
Mehrfach ermunterten Fanfarenklänge des Schwenninger Fanfarenzugs die Lupfer-Crew, zu der auch die städtische Verwaltungsspitze zählte, nicht aufzugeben.