Rund 3,4 Millionen Euro investiert die Stadt VS in die Zukunft der Helios-Arena in Schwenningen. Jetzt soll das Herzstück saniert werden.
In den vergangenen Jahren wurde die Helios-Arena in Schwenningen sukzessive modernisiert und „darf heute als echtes Schmuckkästchen in der Landschaft der nationalen Eishallen bezeichnet werden“, so schreibt es die Kunsteisbahn VS GmbH (KEB) in einer Pressemitteilung.
Der hohe Modernisierungsstandard solle auch 2026 fortgesetzt werden. Diesmal stehe das Herzstück, die Betonpiste und die darin enthaltenden Leitungen im Fokus.
„Die Betonpiste ist noch aus den 60er-Jahren, auf Moorgrund errichtet und soll nun in diesem Jahr komplett erneuert werden“, erklärt KEB-Geschäftsführer Gregor Gülpen. Dabei geht es zum einen um eine Modernisierung des Untergrunds, gleichzeitig auch in eine zukunftssichere und nachhaltige Sanierung, die aktuelle Qualitäts- und Sicherheitsstandards gewährleistet.
„Ziel der Maßnahme ist zum einen die stark unebene Betonfläche auszugleichen, gleichzeitig aber auch den Einsatz von Ammoniak maximalst zu reduzieren. Mit dem Einsatz von Glykol für die Eispiste werden wir den Anteil an Ammoniak deutlichst senken können“, erklärt Gülpen weiter.
Frühere Sanierung
Eine Sanierung des Untergrunds sei ursprünglich ab 2029 in den Planungen vorgesehen gewesen, informiert die KEB weiter. Seit 2021 sei das Monitoring deutlich intensiviert worden. Jährliche Messungen hätten die Beschaffenheit der Betonpiste genau abgebildet. Um die Qualität der Eisfläche auch in Zukunft zu gewährleisten, werde die Maßnahme nun deutlich früher nach der DEL-Saison 2025/26 durchgeführt, so die KEB weiter.
Dieser Empfehlung sei der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 9. Januar gefolgt und habe dem Sanierungsplan zugestimmt.
Was der OB sagt
„Die Helios-Arena bietet dem sportlichen Aushängeschild der Stadt Villingen-Schwenningen, den Schwenninger Wild Wings, beste Rahmenbedingungen für den Trainings- und Spielbetrieb. Auch unsere Sportlerinnen und Sportler des SERC mit vielen Nachwuchs-und Hobbymannschaften und anderen Sportarten haben mit der Helios-Arena die perfekte Heimat. Daher investiert die Stadt Villingen-Schwenningen rund 3,4 Millionen Euro in die Zukunft der Arena und wird die Betonpiste nach dem Ende der DEL-Saison komplett sanieren. Der Beschluss des Gemeinderats zeigt, wie wichtig uns die Helios-Arena als Heimat des Spitzen- und Breitensports ist“, erläutert Oberbürgermeister Jürgen Roth.
Neue PV-Anlage
Die Sanierung der Betonpiste 2026 sei nur eine Maßnahme eines ganzen Maßnahmenpakets für eine nachhaltige Helios-Arena, zeigt die KEB weiter auf. Mit der neuen Betonpiste werde der Energiebedarf zur Eisbereitung reduziert. Mit der Inbetriebnahme einer neuen PV-Anlage auf dem Arenadach werde Energie direkt vor Ort erzeugt. Darüber hinaus werde das Energiemanagement und die Abwärmenutzung 2026 weiter optimiert, um auch hier Einsparungen im Energieverbrauch zu erzielen.
Mögliche Auswirkungen
Um die Sanierung optimal vorzubereiten, müsse die Temperatur der Eispiste außerhalb der DEL-Spiele leicht angehoben werden. Dies kann die Belastbarkeit der Eisfläche vorübergehend etwas reduzieren, so dass es zu Ausfällen, Einschränkungen oder Verschiebungen im Trainingsbetrieb kommen könnte. „Die Verantwortlichen der Kunsteisbahn GmbH arbeiten eng mit allen Beteiligten zusammen, um diese Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, heißt es in der Mitteilung der KEB.