Für die Fire Wings ist die Baden-Württemerg-Runde mit dem Aus im Playoff-Viertelfinale beendet. Was alles Trainer Rafael Popek gewaltig gegen den Strich geht.
Aus und vorbei: Nach den beiden klaren Niederlagen (1:6/1:5) am Wochenende gegen den Top-Titelfavoriten Eisbären Heilbronn sind die Fire Wings im Playoff-Viertelfinale der Baden-Württemberg-Liga frühzeitig ausgeschieden. Es ist alles andere als überraschend. Die Heilbronner haben die Oberliga-Lizenz beantragt und planen offenbar bei einem Aufstieg den großen Tausch mit dem in der Oberliga inzwischen insolventen Stadtnachbarn, den Heilbronner Falken.
Rafael Popek
Der Fire-Wings-Trainer zieht eine erste Bilanz: „Die Einstellung der Jungs gegen die starken Heilbronner an diesem Wochenende war top. Ich hätte mir nur gewünscht, dass wir konstant in dieser Saison diese Einstellung gezeigt hätten. Dann hätten wir die Hauptrunde besser als wie nur mit dem vorletzten Platz abgeschlossen und es im Viertelfinale nicht gleich mit so einem sportlichen Großkaliber zu tun gehabt.“
Zwei-Klassen-Gesellschaft
Dann übt Rafael Popek harte Kritik an den Machenschaften einiger Konkurrenten in der Baden-Württemberg-Liga: „So wie es in dieser Saison lief, macht diese Leistungsebene bald keinen Sinn mehr. Teams wie wir, Bietigheim oder EKU Mannheim geben größtenteils eigenen und jungen Spielern viel Eiszeit. Dann gibt es aber Mannschaften wie Reutlingen (Erster der Hauptrunde, Anm.d.Red.), Heilbronn oder auch Pforzheim, die auf Biegen und Brechen – sogar noch zu diesem Saisonzeitpunkt – querbeet Importspieler holen. Reutlingen allein hat inzwischen 15 Importspieler. Die Liga muss endlich in diesem Punkt Grenzen ziehen. Erstens sollte die Anzahl an Importspielern – vielleicht mit höchstens drei – begrenzt werden. Zweitens muss es auch eine Transferfrist geben.“
Rafael Popek sagt aber auch: „Egal, wie es mit der Baden-Württemberg-Liga weitergeht – wir wollen dort weiterspielen. Andere Teams vielleicht nicht mehr. Ich bin mir sicher, dass die Clubs bei der kommenden Liga-Sitzung über den zukünftigen Sinn des Spielbetriebs heiß diskutieren werden.“