Stolz eröffnet Tambour Justin Concialdi mit dem Fanfarenzug den Narrensprung. Foto: Rainer Bombardi

Fahnenträger und Zunftschreiber Sascha Stenzel führte den Narrensprung der Schwenninger Narrenvereine an, der in Begleitung zu den Klängen des Fanfarenzugs in Schwung kam.

Für die Fanfaren unter Leitung ihres Tambours Justin Concialdi war es ein besonderer Moment.

 

Es ist nur zwei Jahre her, als die inzwischen auf mehr als 40 Mitglieder angewachsene Musikformation beinahe ihren Abgesang erlebt hätte.

Ein Novum war der Narrensprung der Narrenzunft auch für Florian Schütze hinsichtlich seiner erstmaligen Teilnahme in seiner Funktion als Zunftmeister. Der Narrensprung der Narrenzunft hat längst Kultstatus erlangt und ist aus der fünften Jahreszeit nicht mehr wegzudenken.

Erneut beteiligten sich ein paar Tausend Narren und Zuschauer an diesem Spektakel. Im Vergleich zu den Vorjahren hatte das Wetter mit Dauerregen für eine weitere Änderung gesorgt. Doch das bunte Treiben der Schwenninger Narrenvereine störte dieser Umstand kaum.

Feierliche Eröffnung

Der Einmarsch des Fanfarenzugs, der Einzug der Tännlelupfer und das Stellen des Narrenbaums auf dem Muslenplatz hatten die Veranstaltung feierlich eröffnet. Nach rund hundert Minuten war die Eröffnungszeremonie beendet.

Auf dem Platz beim Hanselbrunnen hatten sich die einzelnen Zünfte und Narrenvereine der Neckarstadt inzwischen formiert. Auch beidseitig entlang der Umzugsstrecke drängten sich immer mehr Menschen, die sich das Ereignis der Schwenninger Straßenfasnet nicht entgehen lassen wollten. Dieses verbreitete einmal mehr gute Laune non Stopp, bot ein farbenfrohes Bild, gut aufgelegte Narren und hüllte die Innenstadt in ein Paradies der Narretei.

Prächtiges Bild

Angeführt von der Stadtmusik gaben die Hansel mit ihrem rhythmischen Sprung in Richtung Muslenplatz ein prächtiges Bild ab. Doch auch die schelmischen Blicke der Schantle oder die unbekümmerte Freude der Moosmulle erfreuten das Publikum. Dieses konnten sich nicht sicher sein, einen Konfettiregen zu ertragen oder fortan mit bemaltem Gesicht den weiteren Umzug zu erleben.

Mit einem Hexen-Juhuii trieben die Sauerwesenhexen mitunter ihr Unwesen. Mit ihrem in rot gestalteten Häs waren sie von Weitem sichtbar. Es folgten die Flammenteufel. Die Ziegel-Buben hatten einige Ziegler in ihren Reihen. Die Schwerstarbeit, die sie in früheren Zeiten in den Ziegeleien verrichten mussten, war ihnen noch immer anzusehen.

Hinein ins Konfettibad

Fröhlichen Blickes und mit jeder Menge Schabernack ausgestattet bewegten sich die Butterfass-Hexen in Richtung Muslenplatz. Die für ihren Umgang mit Karbatschen bekannten Neckar-Fleckle folgten.

Eine Reminiszenz an die Zeiten, als die Neckarstadt noch eine Hochburg des Bieres war, folgte mit den Schwenninger Bären. Wer kein Fan eines Konfettibades war, dessen Auswirkungen vielfach noch nach Tagen sichtbar sind, schaute dem Treiben der Bauchenberg-Hexen und Moorteufel nur von weitem zu. Die von Zunftrat Jochen Schwillo moderierte Veranstaltung bot im Anschluss allen Wetterbeständigen auf dem Muslenplatz noch ein Spektakel diverser Aufführungen, das der Fanfarenzug und die Stadtmusik musikalisch begleiteten.