Gegen Schlusslicht Ehingen lief längst nicht alles glatt, aber am Ende stand für die Panthers ein Sieg. Foto: Michael Kienzler

Basketball: Arbeitssieg mit offensiven Fragezeichen. Baldiges Wiedersehen mit Shaun Willett.

Für die Panthers stand am Mittwochabend am Ende die wichtigste Statistik auf der Anzeigetafel der Deutenberghalle: 79 Punkte für die Schwenninger, 73 für die Gäste aus Ehingen. Coach Alen Velcic stellte nach der Partie fest, wie ernüchternd harmlos sein Team am offensiven Ende des Feldes stellenweise war: "Die Mannschaft hat heute zwei verschiedene Gesichter gezeigt. Wir waren in der Offensive ungefährlich, haben dann aber als Team Lösungen gefunden, um das Spiel zu gewinnen."

Nach holprigem Beginn fanden die Panthers im Verlauf des ersten Abschnitts immer besser ins Spiel und starteten einen viertelübergreifenden 25:0-Lauf. Allerdings agierten die Gastgeber mit der 37:19-Führung im Rücken nicht so abgebrüht, wie man sich dies aus Schwenninger Sicht erhoffen würde. "Der Bruch kam auch durch schlechtes Wechselmanagement zustande. Das nehme ich auf mich", zeigte sich Velcic selbstkritisch. Die Bankspieler schafften es in dieser Phase nicht, die gleiche defensive Intensität auf das Parkett zu bringen, wie es die Starting Five getan hatte.

Die gute Nachricht aus Panthers-Sicht: Die Defensive zeigte sich über weite Strecken sehr stabil und ließ vor allem in der Zone wenig zu. Große Probleme hatten die Panthers zwar mit den Ehinger Guards Christian Oshita (22 Punkte, fünf von neun Dreiern getroffen) und Jack Pagenkopf (21 Punkte), aber kein anderer Spieler der Gäste punktete zweistellig.

Bei den Panthers hingegen war die offensive Last auf viele Schultern verteilt. Neben Rytis Pipiras (13 Punkte), Courtney Stockard (11) und Felix Edwardsson (11) waren vor allem Spielmacher Nate Britt mit zwölf Zählern und acht Assists sowie Jonas Niedermanner mit 13 Punkten und sieben Rebounds auffällig.

Niedermanner, der außerdem zwei Blocks verzeichnete, sagte nach dem Spiel: "Wir haben ein wichtiges Spiel mit einer tollen Teamleistung gewinnen können. Bei dem zwischenzeitlichen 25:0-Lauf haben wir gezeigt, wie gut wir sein können. Wir müssen aber noch daran arbeiten, einen solchen Vorsprung dann auch verteidigen zu können." Schwenningen steht nach dem siebten Saisonsieg im 14. Spiel auf dem achten Platz – aktuell würde das die Teilnahme an den Play-offs bedeuten.

Obwohl es in der Tat ein wichtiger Arbeitssieg gegen den Tabellenschlusslicht aus Ehingen war – die Panthers werden sich steigern müssen, um am Samstag auch gegen Science City Jena bestehen zu können. Denn dann sind die Schwenninger bei einem Spitzenteam der ProA zu Gast, das mit acht Siegen aus elf Spielen aktuell auf dem dritten Rang steht. "Wir haben jetzt nur eineinhalb Tage Zeit, um uns auf das Spiel in Jena vorzubereiten und müssen einfach selbstbewusster in der Offensive auftreten", fordert Alen Velcic.

Ein weiteres Spiel, auf das die Panthers in den kommenden Tagen besonderes Augenmerk legen dürften, ist das Duell mit den Academics Heidelberg am Sonntag, 7. Februar. Denn dann kommt es zum Wiedersehen mit Shaun Willett, der in Schwenningen aus disziplinarischen Gründen keine Zukunft mehr hatte, nun aber im Dress der Academics auf Korbjagd geht. Bei seinem Debüt gegen die Uni Baskets Paderborn legte der Ex-Panther gleich 14 Punkte und elf Rebounds auf.

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