Wer sich mit Bakterien auskennt, sieht in der Prognose des Orakels Spielvorteile bei der deutschen Mannschaft. Foto: Markus Egert

In der Petrischale liegt die Wahrheit – dürften sich diejenigen sagen, die auf einen Sieg für Deutschland tippen. Die Bakterien sehen den nämlich voraus. Der Orakel-Erfinder traut der Prognose aber dieses Mal nicht – und sagt, warum das so ist.

Na bitte, entgegen aller Skeptiker (oder aus ihrer Sicht natürlich: Realisten) ist das Bakterien-Orakel aus dem Labor der Hochschule Furtwangen (HFU) sich sicher: Das EM-Viertelfinale am Freitag wird zugunsten der deutschen Nationalmannschaft ausgehen.

 

Die meisten Kolibakterien tummeln sich auf dem simulierten Spielfeld nämlich in der Hälfte der Spanier.

Das will uns sagen: Nach Auffassung der Mikroben haben die Kicker von der iberischen Halbinsel unterm Strich keine Chance gegen Toni Kroos und Co.

Vier Milliarden Jahre Lebenserfahrung

Für Markus Egert, den Erfinder des Orakels, der auch dieses Mal wieder ganz akribisch durchs Mikroskop auf die Voraussage gespäht hat, ist die Sache hingegen gar nicht so klar. Der Professor, selbst passionierter Fußballfan, sagt: „Orakel und ich haben uns diesmal entzweit. Die Mikroben sagen einen Sieg gegen Spanien voraus (paar mehr, wenn auch kleine Kolonien im spanischen Strafraum). Ich mag das nicht glauben und vermute oder befürchte ja eher, dass wir verlieren.“

Schließlich liege der letzte deutsche Sieg gegen Spanien bei einem großen Turnier 36 Jahre zurück. „Allerdings haben Bakterien (als Lebensform) mehr als vier Milliarden Jahre ’Lebenserfahrung’, vielleicht stimmt’s ja doch…“, meint der Professor und schließt damit jedenfalls nicht ganz aus, dass die deutschen Kicker es wieder so machen wie 1988 bei der EM, als sie die Südeuropäer mit 2:0 besiegten.

1988 war’s auch eine Heim-EM

Damals war’s auch eine EM in Deutschland – die Optimisten unter den Fans werten natürlich auch das als gutes Omen.