Die Deutsche Bahn muss immer wieder mit Kritik der Fahrgäste umgehen. Foto: © Björn Wylezich - stock.adobe.co

Ein Zwischenfall zwischen Schaffhausen und Sulz sorgte am 14. Januar für Verzögerungen in Tuttlingen. Die Deutsche Bahn nimmt Stellung zur Kritik eines Fahrgastes.

Die Bahn ist in der Region, aber auch deutschlandweit eines der meistgenutzten Verkehrsmittel – egal, ob morgens auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub. Am 14. Januar erlebte Kurt Walter aus der Schweiz jedoch, wie schnell sich eine Zugfahrt in Tuttlingen zu einem Geduldsspiel entwickeln kann.

 

Sein IC von Schaffhausen in Richtung Sulz am Neckar musste plötzlich in Tuttlingen anhalten. „Ein IC erfasste am Bahnhof eine Person. Daraufhin wurde die Strecke gesperrt und die nachfolgenden Züge an geeigneten Bahnsteigen zurückgehalten. In Tuttlingen wurde der IC 484 angehalten“, erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn den Vorfall.

Die Bahn richtete für diesen Zwischenfall einen Busnotverkehr zwischen Tuttlingen und Horb ein, während die Zuggarnitur zurück in Richtung Singen fuhr.

Alternativen waren bereit

Für Kurt Walter war die Situation vor allem eines: frustrierend und chaotisch. „Frauen mit Kinderwagen, Kleinkinder und hilflose ältere Menschen blieben am Bahnsteig zurück – ohne jede Information, wie es weitergeht. Die Durchsagen änderten sich ständig“, berichtet der 76-Jährige verärgert und macht klar wie unzumutbar die Situation für ihn gewesen ist.

Die Deutsche Bahn reagiert auf die Kritik gelassen und sachlich. „Vor Ort stand das Zugpersonal aus dem ankommenden Zug den Reisenden bis zur Rückfahrt um 1802 Uhr zur Verfügung. Außerdem war das Reisezentrum bis 17.30 Uhr geöffnet“, erklärt der Sprecher. Ergänzend weist er darauf hin, dass bei Komplikationen oder Streckenunterbrechungen alternative Transportmöglichkeiten wie Busse oder Taxis bereitgestellt werden.

Das können Reisende dann tun

Kritisch für Walter waren aber nicht nur die unklaren Informationen, sondern auch die eisigen Temperaturen. „Man fror regelrecht, und die lange Wartezeit machte alles noch schlimmer“, so der Schweizer. Die Bahn entgegnet, dass die Fahrgäste die Möglichkeit hatten, in den ankommenden Zug zu steigen oder sich im Tuttlinger Bahnhofsgebäude aufzuwärmen.

Zwei Standpunkte, die offenbar nicht miteinander vereinbar sind – der Schweizer Fahrgast beschwerte sich über die falschen Durchsagen am Tuttlinger Bahnhof doch die Deutsche Bahn macht deutlich, dass die Informationen so aktuell wie möglich mitgeteilt werden würden. Und für den Notfall fügt der Bahnsprecher noch eine wichtige Info für alle Bahnreisenden hinzu: „In den Verkehrsstationen befinden sich Aushänge mit Rufnummern der DB InfraGO Personenbahnhöfe, an welche sich Fahrgäste wenden können. Über diese Rufnummern ist eine 24/7 Erreichbarkeit sichergestellt.“