Ralph Uth (links) mit den Jubilaren der Schwarzwaldwerkstatt und den Begleitungen Foto: Christiane Frey

Neun Jubilare wurden bei der Jubiläumsfeier der Schwarzwaldwerkstatt mit lieben und persönlichen Worten ihrer Gruppenleiter ausgezeichnet. Dabei wurde deutlich, wo die Stärken der Geehrten liegen und wofür sie besonders wertgeschätzt werden.

In einer anrührenden Feierstunde ehrte die Schwarzwaldwerkstatt im Cafesito in Dornstetten ihre Jubilare. Geschäftsführer Ralph Uth, seit gut drei Jahren im Amt, freute sich sehr, dass nach jahrelanger Pause eine solche Feier wieder möglich war.

Unterstützt wurde Uth von Petra Schausen, der pädagogischen Leiterin der Schwarzwaldwerkstatt und des Wohnheims. Schausen ist ein Urgestein in der Schwarzwaldwerkstatt, kennt jede und jeden und hatte auch noch eine nette Geschichte zu jedem der Geehrten parat.

Die neun Jubilare wurden begleitet von ihren jeweiligen Gruppenleitern, von Angehörigen, Vertretern des Beirats und von Assistenzkräften. Zu ihrem Jubilar erzählten die Gruppenleiter kleine Geschichten über besondere Fähigkeiten oder Eigenschaften: Eben das, was jeden Einzelnen unverwechselbar macht.

Seit 25 Jahren dabei

Ralph Uth übergab Urkunden und Geschenke. Für 25 Jahre geehrt wurde Manuel Horlacher. Er arbeitet in der Kleinmontagegruppe M 6 Silzle, ist sehr gerne dort und hat dabei viel Spaß. Er kennt alle in der Werkstatt. Ebenfalls 25 Jahre ist Bernd Kollin dabei. Er arbeitet in der gleichen Gruppe, kennt ganz viele Leute und gilt als großer Kavalier, denn er hält den Frauen immer die Tür auf.

Auch Sandra Krawietzek wurde für 25 Jahre geehrt. Sie ist ebenfalls in der M 6 tätig, ist für ihre außerordentlich große Hilfsbereitschaft bekannt und kümmert sich rührend um eine Freundin in ihrer Gruppe. Philipp Gintzel bekam auch eine Auszeichnung für 25 Jahre. Er arbeitet in der Gruppe M 8 Coric. Er habe immer Flausen im Kopf und sei sehr nett zu Frauen.

Ralf Haigis wurde für 25 Jahre geehrt. Er ist seit mehr als 20 Jahren in der Kfz-Werkstatt beschäftigt. Ohne ihn gehe es dort nicht. Er habe dort viel gelernt, kenne die Tätigkeiten sehr gut und sei ganz besonders feinfühlig. Auch bei den Kunden sei Haigis bekannt und angesehen. „Was er macht, macht er richtig gut“, wurde er gelobt.

Seit 40 Jahren dabei

Schon 40 Jahre in der Schwarzwaldwerkstatt ist Hildegard Fellecke. Sie ist in der Schreinerei beschäftigt, ihre Kollegin und Beirätin Ramona Günther beschreibt sie als sehr nette und freundliche Person. Sie sei sehr zuverlässig. Bei diesen liebevollen Worten konnte Fellecke die Tränen kaum zurückhalten. Sie könnte eigentlich in Rente gehen, aber der menschliche Kontakt in der Schreinerei sei für sie extrem wichtig.

Auch Anita Heyn ist seit 40 Jahren dabei. Sie arbeitet in der Gruppe M 1 Schwenk, war zuerst sehr schüchtern, „ist dann aber aufgegangen wie eine Blume“. Jetzt sei sie sehr fröhlich, scherzt gerne. „Wir sind froh, dass wir sie haben.“

Die Küche ist Manuela Litzkas Bereich

Manuela Litzka war lange in der Montagegruppe, seit zwei Jahren ist sie im Betreuungsbereich und wohnt im Wohnheim der Schwarzwaldwerkstatt. Sie wurde ebenfalls für 40 Jahre geehrt. Uth sagte: „Schön, dass du da bist.“ Erika Bronner hat die Küche zu ihrem Bereich erkoren. Man könne kaum glauben, dass sie schon 40 Jahre dabei sei. Ihr Hobby sei es, shoppen zu gehen. Dabei traf sie im Getränkemarkt zum ersten Mal ihren neuen Gruppenleiter, der sie dann in der Werkstatt auch gleich wiedererkannte.

Ralph Uth hat nachgerechnet: „285 Arbeitsjahre sind da zusammengekommen. Sie haben dazu beigetragen, die Schwarzwaldwerkstatt zu dem zu machen, was sie ist.“