Die Teilnehmer genießen das Wetter, die Landschaft und die nette Gesellschaft. Foto: privat

Bergkapelle, Eselsbach und am Schluss eine leere Batterie – die Radtour des Schwarzwaldvereins hatte es in sich.

Bei strahlendem Sonnenschein und 19 Grad sind rund 30 E-Bike-Fahrer der Einladung des Schwarzwaldvereins Lauterbach gefolgt und haben gemeinsam mit Initiator Mark Finnern die Verweilbänkle-Tour zwischen Lauterbach und Schramberg erfahren.

 

Der Aufruf zu Beginn: Das Wetter und die Landschaft genießen, aufmerksam sein. Und das zahlte sich aus. Schon auf dem Weg zum Treffpunkt am Parkplatz des alten Hallenbads gab es viel zu entdecken – von Zitronenfaltern bis zu einem Fischreiher, der die Gruppe ein Stück begleitete.

Steinerne Gedenkbänke

Der erste Stopp führte zur Bergkapelle. Die Route folgte dann lose den zwölf Bänken aus Mark Finnerns Verweilbänkle-Kalender 2026. An vielen Stationen wurden Geschichten erzählt, die mit den Bänkle verbunden sind. Im Mittelpunkt: das Bankpaar von Dr. Oskar Junghans. Er hat den Schwarzwaldverein Schramberg gegründet und engagierte sich auch stark in Lauterbach – unter anderem beim Schenkungsvertrag und der Erstellung des Gedächtnishauses. Nach seinem frühen Tod 1927 ließ seine Witwe ihm zu Ehren zwei steinerne Gedenkbänke errichten, eine in Schramberg, eine in Lauterbach – so positioniert, dass sie sich über das Tal hinweg ansehen.

Zur Einkehr ging es in die traditionsreiche Schwarzwaldstube Eselbach. Wie schön, dass dieses urige Ausflugslokal, seit 1949 in Familienhand und seither fast unverändert geblieben, einen noch immer so willkommen und zu Hause fühlen lässt. Dort entstand auch das Gruppenbild auf der roten Juni-Bank des Verweilbänkle-Kalenders. Gestärkt führte die Tour weiter über die Burgruine Hohenschramberg und Sulzbach zur Lauterbacher Steinbank – dem Gegenüber der Schramberger Junghans-Bank. Dort fand der Tag seinen Ausklang. Mark Finnern begleitete auf der Ukulele, gemeinsam wurde „Kein schöner Land" gesungen. Ein Tag, der die Herzen mit Dankbarkeit füllte – und ganz nebenbei zeigte, wie viel Lauterbach und Schramberg miteinander verbindet. Kleine Pointe am Rande: Auf den letzten 500 Metern ging Mark Finnern selbst die Batterie aus. Seine Freunde Günther und Martin von der Sulzbacher Sängerlust haben ihn dann kurzerhand abgeschleppt – echte Kameradschaft eben.

Gemeinsames Lied