Senja Dewes übernahm den Startschuss für den Wandermarathon. Foto: Vögele

Die achte Ausgabe des Veranstaltung stieß bei idealem Wetter mit 440 Teilnehmern auf großes Interesse.

Bei dem sportlichen Ereignis, und darin liegt wohl das Geheimnis des Erfolgs, wurde kein Wert auf Zeitnahme oder Rangfolge gelegt, der Schwerpunkt war vielmehr die Freude am gemeinsamen Wandern durch eine intakte und prächtige Landschaft.

 

Als wäre der Marsch mit den Wetterfröschen abgesprochen, herrschte am Samstag ideales Wanderwetter bei angenehmen Temperaturen, frühmorgens frisch und dann fast sommerlich. Die erste Gruppe startete bereits um sieben Uhr an der Hammerschmiede.

Älteste Teilnehmerin war 86 Jahre alt

Birgit König, die Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Reichenbach, hieß vor Ort alle willkommen, die aus Nah und Fern sowie aus allen Regionen des badischen Landes gekommen waren. Alle Generationen waren um die Hammerschmiede vereint, von Familien mit heranwachsenden Kindern über junge Leute bis zu Erwachsenen jeglichen Alters. Die älteste Teilnehmerin zählte 86 Jahre.

Für den Startschuss war Senja Dewes, Leiterin des städtischen Amts für Soziales, Bildung und Sport, pünktlich um sieben Uhr zuständig. Die gesamte Strecke von 42,195 Kilometern war in der Form einer Acht angelegt, um allen, die nicht den ganzen Weg wandern wollten, den Ausstieg auf halber Strecke zu ermöglichen.

Die erste Hälfte folgte großteils dem Geroldsecker Qualitätsweg, der zunächst durch das Dorf zum Eichberg, zur Geroldseck und dann nach Seelbach und zurück zum Ausgangspunkt führte. Danach ging die Strecke nach Sulz, durch das Sulzbachtal zum Naturdenkmal Langenhard, an Streuobstwiesen, Wäldern, Quellen vorbei und über den Jägerpfad wieder zur Hammerschmiede. Vier Wanderbegleiter sorgten im Bedarfsfall dafür, dass alle den richtigen Weg fanden.

Alle kamen wohlbehalten wieder zum Ausgangspunkt zurück, wo sie dann erst einmal von freundlichen Helferinnen und Helfern verköstigt wurden.

Antike Tradition

Das Sportereignis der Marathon-Wanderung entstammt der griechischen Mythologie. 490 vor Christus besiegten die Athener ein persisches Heer an der Küste Attikas bei dem Dorf Marathon. Es wird berichtet, dass ein Bote die Siegesbotschaft eilends nach Athen brachte und dort auf dem Areopag tot zusammengebrochen ist. So beeindruckend diese Geschichte auch ist, ist sie doch nur Legende, die erst 500 Jahre nach dem Ereignis aufkam. Aufgegriffen wurde der Marathonlauf zu Beginn der modernen Olympischen Spiele 1896 als Leichtathletik-Disziplin.