Zufriedene Gesichter beim Preis-Cego: Spielleiter Raimund Schillinger (von links), Gastgeber als zweiter Vorsitzenderdes Schwarzwaldvereins, Anton Talmon L’Armée, die Preisträger Helmut Heizmann, der Sieger Martin Gebert, Wilfried Armbruster, Michael Kirsch, Emil Bühler und Mauskönig „Tschudi“ Bernhard Fleig Foto: Haas

Seit 57 Jahren veranstaltet der Schwarzwaldverein Oberwolfach sein Preiscego zum Ausklang der Hüttensaison in der Kreuzsattelhütte. In diesem Jahr nahmen insgesamt 30 Spieler teil.

Das alljährliche Preiscego in der Kreuzsattelhütte ist immer wieder ein Ereignis im Oberwolfacher Vereinsjahr. Als Teilnehmer sind stets Oberwolfacher anzutreffen, die die uralte Tradition des Cegospiels an die nachfolgenden Generationen weitergeben.

 

Erfreulicherweise finden sich vermehrt junge Cegofreunde, die so dafür sorgen, dass diese Veranstaltung seit nun 57 Jahren zum Ausklang der Hüttensaison nochmals richtig Leben auf den Kreuzsattel bringt. Egon Rauber und dessen damaliger Stellvertreter, Alois Schoch, hatten 1967 mit dem Preiscego begonnen. Erster Sieger war damals „Schorne- Hermann“ Hermann Rauber, „Mauskönig“ wurde „Post“ Winfried Echle, der einen echten Hahn nach Hause bringen durfte.

Der langjährige Wanderwart Otto Mayer ging damals noch zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern von Geschäft zu Geschäft, um im wahrsten Sinne des Wortes einen reichhaltigen Gabentisch zu erbetteln.

Oft waren es recht praktische Geschenke wie Schubkarren, Axt und Gummistiefel. Inzwischen werden von der Vereinsführung Geldpreise an die Erstplatzierten verteilt.

Am vergangenen Sonntag konnte man „Heimatkärtle“ im Wert ab 75 Euro bis Platz fünf mit nach Hause nehmen. Für die Nachfolgenden gab es bis Platz zehn Verzehrgutscheine für die Hütte.

„Mauskönig“ wurde wie bereits vor 34 Jahren „Tschudi“ Bernhard Fleig (Gelbach), der allerdings auch schon mehrfach auf der Siegerliste gestanden hatte. Er bekam nach vorherigen Süßgebäck-Mäusen diesmal eine mit Pfefferkörnern und anderen Gewürzen garnierte deftige „Speckmaus“. 30 Cego-Spieler, darunter auch zwei Damen, sorgten für eine volle Hüttenstube und auch viel Dampf in der von Ulla Talmon L’Armée bewirtschafteten Hüttenküche. Unterstützung fand sie durch Ehemann Anton, „Didi“ Eugen Dieterle und auch den helfend mit einspringenden Spielleiter und ehemaligen zweiten Vorsitzenden, Raimund Schillinger.

Die Ergebnisse

Nach zwei Spielrunden mit einer „Bratwurstpause“ und einer Neuauslosung dazwischen ging Martin Gebert vom Grünach mit 151 „Guten“ als Sieger hervor, gefolgt von Emil Bühler (+131), Helmut Heitzmann aus Steinach (+120), Michael Kirsch (+76) und Wilfried Armbruster vom Grünach (+59). „Mauskönig“ Bernhard Fleig hatte 142 „Miese“ auf seinem Konto. Für einige routinierte „Cego-Profis“ und ehemalige Sieger wie Karl-Otto Bonath, Gottfried Harter, Erwin Feger und Heiner Dieterle galt der olympische Grundsatz: Wichtiger als das Gewinnen ist das Dabeisein.