Voll des Lobes waren alle Beteiligten für die Arbeit, die der Schwarzwaldverein für das „Wanderdorf Lauterbach“ leistet.
Ulli Reith berichtete im Gemeinderat über die zahlreichen Aufgaben, die die ehrenamtlichen Helfer das gesamte Jahr über ausführen. „Das könnte die Gemeinde so nicht leisten. Ohne den Schwarzwaldverein wäre vieles nicht möglich“, sagte Bürgermeister Jürgen Leichtle.
Die Wegebetreuer seien im vergangenen Jahr damit beschäftigt gewesen, die schönen Wanderwege freizuschneiden, kleine Beschädigungen zu beseitigen sowie Schilder zu reinigen. „Für diese Aufgaben benötigten wir 166,5 Stunden“, informierte Ulli Reith. Mit der Pflege der Regional- und Fernwanderwege komme man auf mehr als 300 Stunden. Hinzu kommen würden Stunden für die Planung des neuen Kinzigtalsteigs. Hans-Jürgen Brugger und Ulli Reith hätten zudem an mehreren Arbeitssitzungen hierzu teilgenommen. Die Beschilderung des Wegs samt Logo sei im Oktober in Gutach gestartet worden. Im Frühjahr solle die Beschilderung abgeschlossen sein. Die Eröffnung des Kinzigtalsteigs soll dann im Herbst erfolgen.
Attraktive Wanderwege
Ein Wanderdorf mache durch seine attraktiven Wanderwege Werbung für sich selbst. Das sei in Lauterbach deshalb so wichtig, da man ohne große Gewerbesteuereinnahmen auf das Geld schauen müsse. Daher habe er sich auch bei der Forstgemeinschaft vorgestellt, um die Zusammenarbeit zu vertiefen. Zudem habe es ein konstruktives Gespräch mit Förster Reinhardt Braun gegeben. Ziel seien freie Wege, die ohne Gefahr bewandert werden könnten. „Wir brauchen hier alle an Bord. Sonst fällt das ganze Konstrukt zusammen. Das wäre für uns in Lauterbach eine Katastrophe“, mahnte Reith.
Auch der Lauterbacher Wandersteig beschäftigte den Verein. So schauten die Mitglieder danach, dass die Strecke in einem guten Zustand ist und den Regularien der Zertifizierung entspreche. Im Herbst sei der Weg vom Deutschen Wanderinstitut geprüft worden. Es seien einige abgehende Holzabfuhrwege als Gefahr des falschen Abbiegens bemängelt worden. Die Reklamation sei beseitigt worden. Am 4. Dezember sei die Bestätigung gekommen, dass die Gemeinde bei der Touristikmesse CMT die Urkunde für die erneute Zertifizierung bekomme.
Pächter fürs Gedächtnishaus
Eine weitere gute Nachricht hatte Ulli Reith noch parat: Das Gedächtnishaus öffne voraussichtlich im März wieder, ein Pächter sei gefunden worden. Das sei auch eine wichtige Übernachtungsmöglichkeit für den Kinzigtalsteig. Mehrere Schwarzwaldvereine aus der Umgebung hätten mitgeholfen, verschiedene Arbeiten am Gedächtnishaus auszuführen. Unter anderem wurde der Turm gereinigt, Hecken entfernt und Müll eingesammelt. „Diese Aktion hat gezeigt, welchen Stellenwert das Gedächtnishaus in den umliegenden Gemeinden und bei der Geschäftsstelle des Hauptvereins in Freiburg hat“, freute sich Ulli Reith.
Sandra Winterhalter merkte abschließend noch an, dass sie in jüngster Zeit vermehrt Hunde ohne Leine bemerke. Eigentlich gelte Leinenpflicht, sagte Ulli Reith.