Wer gewinnt? Das sind Läufer aus dem Jahr 2023. Im Oktober gehen die nächsten an den Start des Internationalen Schwarzwaldmarathons. Foto: Dietmar Zschäbitz

Für die Läufer gibt es wieder Metall statt Holz. Die Anmeldezahlen sind vielversprechend. Brechen sie womöglich den Rekord?

Wenn zum 57. Mal der Internationale Schwarzwaldmarathon rund um Bräunlingen ausgetragen wird, zeichnet sich schon jetzt eine gute Teilnehmerzahl ab, die möglicherweise alle Zahlen des vergangenen Jahrzehnts übertrifft. Zumal die Veranstaltung am 11. und 12. Oktober mit einer sportlichen Aufwertung aufwartet: Der Marathon ist diesmal zugleich die baden-württembergische Meisterschaft im Halbmarathon. Veränderungen gibt es bei der Gestaltung der Siegermedaillen.

 

Mit über 3000 Startern auf allen angebotenen Laufstrecken erreichten die Organisatoren der Laufsportgemeinschaft (LSG) Bräunlingen im vergangenen Jahr ein selbst gestecktes Ziel. In diesem Jahr könnte diese Marke sogar deutlich geknackt werden. „Bei den Anmeldezahlen für 2025 liegen wir aktuell bei 400 bis 450 Sportlern mehr im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres. Das sind sehr erfreuliche Zahlen, die uns anspornen, noch mehr zu tun“, sagt Frank Kliche, Chef des Organisationskomitees.

Werbung in Freiburg zieht

Erst Anfang April waren viele LSG-Mitglieder beim Freiburg-Marathon, um für die eigene Veranstaltung zu werben. „Es hat sich gelohnt, dass wir dort mit einem Stand vertreten waren. Wir haben viele neue, aber auch bekannte Läufer für unseren Marathon gewonnen“, ergänzt Kliche. Darüber hinaus kommen fast täglich Anmeldungen im LSG-Büro an. „Es ist der Lohn unserer Arbeit der vergangenen Jahre. Es spricht sich in der Läuferszene herum, dass wir einen sehr gut organisierten Lauf anbieten, der sportlich wie landschaftlich einiges zu bieten hat. Da läuft einiges über Mund-zu-Mund-Propaganda. Dennoch wäre es natürlich interessant zu wissen, was die Athleten sonst noch antreibt, zu uns zu kommen. Wir werden einige Gespräche führen“, sagt der Organisationsleiter.

Nachdem das Organisationskomitee 2024 mit Holz- statt Metallmedaillen einen neuen Weg gegangen war, folgt nun die Rückkehr zu Metall. „Wir wollten mit Medaillen aus nachwachsenden Rohstoffen einen neuen Akzent setzen, der jedoch nicht bei allen Läufern gut ankam. Die Sportler sagen uns, wenn sie eine Medaille um den Hals hängen haben, möchten sie das Klimpergeräusch des Metalls hören. Es war ein Versuch, aber die Wünsche der Mehrheit der Sportler nach Veränderungen nehmen wir gerne auf“, sagt Kliche.

Plakette wie im Jahr 1971

Die Gestaltung der Medaillen ist nicht unbekannt. Die Plaketten des Jahres 2025 sollen exakt jenes Aussehen erhalten wie bei der vierten Auflage 1971. Im kommenden Jahr wechselt die Gestaltung auf das Aussehen von 1970. „Wir gehen jedes Jahr einen Schritt zurück. Somit werden wir bei unserem kleinen Jubiläum, der 60. Auflage im Jahr 2028, wieder jene Medaillen anbieten, die bei der allerersten Veranstaltung 1968 ausgegeben wurden“, betont Kliche. Damals hatte die Medaille die Größe eines Ein-Mark-Stückes. Bei der 60. Auflage wird die Plakette deutlich größer ausfallen. Schon in naher Zukunft wird die Prägung bei einem Bräunlinger Unternehmen in Auftrag gegeben.

Am Laufprogramm wird es 2025 keine Veränderungen geben, auch nicht an Strecken. Offen ist, ob es am Samstagabend einen Vortrag einer bekannten Person gibt. Die Tendenz geht jedoch eher darin, darauf zu verzichten.

Meisterehren

Auf Landesebene
Als die Anfrage nach der Organisation der baden-württembergischen Halbmarathon-Meisterschaft bei der LSG eintraf, sagten die Bräunlinger schnell zu. Klar war, dass es keine separate Veranstaltung geben wird, da zwei Veranstaltungen in einem Jahr kaum zu stemmen sind. „Wir waren uns da schnell einig, dass wir die Meisterschaft in unseren Lauf integrieren. Die Starter der Meisterschaft werden am Sonntag, 12. Oktober, die besten Startplätze in der ersten Reihe bekommen“, erläutert Organisationschef Frank Kliche.