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Schwarzwald Ist vermisste Wanderin noch am Leben?

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Die 26-jährige Wanderin war bei ihrem Verschwinden auf dem beliebten Schluchtensteig unterwegs. (Symbolfoto) Foto: nidafoto/ Shutterstock

St. Blasien/Todtmoos/Wehr - Sie war fast am Ende ihrer Wandertour auf dem beliebten Schluchtensteig. Doch dann verliert sich ihre Spur. Seit einer Woche wird die 26-jährige Studentin Scarlett S. im Schwarzwald vermisst.

Es sieht nicht gut aus: Seit einer Woche fehlt von der 26-jährigen Scarlett S. aus NRW jede Spur. Die junge Frau war im Schwarzwald wandern. Allein, mit Zelt und Rucksack. Auf dem 120 Kilometer langen Schluchtensteig, an dessen Ausgangspunkt in Stühlingen (Landkreis Waldshut) nahe der Grenze zur Schweiz ihr Auto aufgefunden wurde. Eine groß angelegte Suche blieb erfolglos und wurde schließlich eingestellt. Derzeit gehe man einzelnen Hinweisen nach, so Polizeisprecher Mathias Albicker in Waldshut-Tiengen.

Polizei stellt Suche nach Wanderin ein

Dass Scarlett S. irgendetwas zugestoßen ist, dass sie verunglückt sein könnte, gilt mittlerweile als wahrscheinlichste These, der die Polizei zurzeit nachgeht. Für ein Verbrechen habe man derzeit "keinerlei Anhaltspunkte", sagt Albicker. Ernst ist die Lage trotzdem: Sollte Scarlett S. auf dem Schluchtensteig vom Weg abgekommen und sich verletzt haben, ist es extrem schwer, die Frau zu finden. "Sie braucht zumindest Wasser, um zu überleben. Und nachts ist es kalt", macht der Polizeisprecher deutlich.

Wanderin war wohl bei Todtmoos unterwegs

Letztlich aber sei der Verbleib der jungen Frau derzeit "wilde Spekulation", betont Mirko Friedrich, der bei der Bergwacht Schwarzwald in Freiburg der verantwortliche Referent für die Bergrettung ist. Bei der groß angelegten Suche nach Scarlett S. zu Beginn der Woche waren rund 50 Ehrenamtliche der Bergwacht mit dabei. Auch wurden zahlreiche Suchhunde, Drohnen und eine Heli eingesetzt. Die Familie der Vermissten begleitete die Maßnahmen.

Gefunden wurde die als erfahren und trainiert geltende Wanderin bislang aber trotz aller Bemühungen nicht. Sie war vermutlich allein auf der sechsten Etappe des Wegs zwischen Todtmoos, wo sie am 10. September letztmalig in einem Supermarkt gesehen wurde, und Wehr (beide Landkreis Waldshut) unterwegs. In Todtmoos war auch ihr Handy war zum letzten Mal mit einem Funkmast verbunden, am Tag davor hatte sie zum letzten Mal von St. Blasien (Landkreis Waldshut) aus Kontakt zu ihrer Familie. Als sie danach nicht bei einer Freundin auftauchte, die sie besuchen wollte, wurde sie vermisst gemeldet.

Im dichten Wald sind selbst Wärmebildkameras nutzlos

Immer mal wieder gebe es Unglücksfälle im Schwarzwald, berichtet Friedrich. Und Albicker bestätigt: Der Schluchtensteig ist insbesondere dann gefährlich, wenn man vom Weg abkommt. Und man kann unmöglich die ganze Wegstrecke absuchen, wenn man nicht halbwegs genau weiß, wo man nach jemandem suchen soll. "Es gibt Gebiete im Schwarzwald, in die geht selbst die Bergwacht nur rein, wenn sie den begründeten Verdacht hat, dass dort jemand verunglückt ist." Das Handy der vermissten Studentin aus NRW gibt keinen Hinweis: Es kann momentan nicht geortet werden. Im dichten Wald ist das Handy-Netz lückenhaft und selbst Wärmebildkameras werden nutzlos.

Die Frage, ob Scarlett S. nach einer Woche, die sie möglicherweise allein und verletzt abseits eines Wegs im Wald verbracht hat, noch am Leben ist, kann Polizeisprecher Albicker freilich nicht beantworten. Aber: "Die Lage ist zumindest nicht ganz hoffnungslos."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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