Bei den Dreharbeiten zur "Schwarzwald-Tatort"-Folge "Das Geständnis" (von links): Regisseur Kai Wessel mit den Hauptdarstellern Hans-Jochen Wagner, Johanna Wokalek, Kameramann Andreas Schäfauer und Eva Löbau. Foto: SWR/Benoit Linder

Sender dreht Außenaufnahmen unter Corona-Bedingungen in Freiburg. Erste Details zur Geschichte schon bekannt.

Wer diese Woche in Freiburg unterwegs ist, kommt vielleicht ins Bild. Aber nur, wenn er nach der Corona-Sperrstunde noch unterwegs ist.

Freiburg - Der Südwestrundfunk (SWR) dreht Außenaufnahmen für seinen achten "Schwarzwald-Tatort" in der Freiburger Innenstadt. Wo und wann genau das sein wird, verraten die Macher aus Baden-Baden zwar nicht. Aber erste Details zur Geschichte des Films werden bereits bekannt gegeben.

Die beiden Freiburger Ermittler Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) bearbeiten einen Tötungsfall, in den eine Frau verwickelt ist, die gerade erst nach einer Haft wegen Totschlags wieder auf freien Fuß gekommen ist. Das Opfer: ein ehemaliger Polizeibeamter, der offenbar mehrfach versucht hat, mit der Verdächtigen in Kontakt zu treten. Die Rolle der verdächtigen Sara Manzer spielt die in Freiburg geborene Schauspielerin Johanna Wokalek ("Die Päpstin", "Anleitung zum Unglücklichsein").

Komparsen vermitteln normales Stadtbild

Der Dreh findet unter strengen Corona-Bedingungen statt, erklärt SWR-Sprecherin Annette Gilcher. Wer gerade nicht im Bild zu sehen ist, muss eine Maske tragen, alle Beteiligten werden getestet. Um ein möglichst normales Stadtbild filmen zu können, werden Komparsen eingesetzt. Dabei komme dem Team entgegen, dass die Aufnahmen während der Corona-Ausgangssperre am Abend erfolgen, verrät Produzentin Franziska Specht: "Wir möchten für den Film trotz der Corona-Maßnahmen Normalität herstellen. Dafür haben wir einige Ladenbesitzer gebeten, für uns entweder ihre Lichter anzumachen oder uns Licht in ihre Räumlichkeiten stellen zu lassen."

Der "Schwarzwald-Tatort" stand bei Kritikern und Publikum zuletzt nicht durchgehend unter einem guten Stern. Die Fastnachts-Folge "Ich hab’ im Traum geweinet" und das Vergewaltigungs-Drama "Rebland", die im vergangenen Jahr gezeigt wurden, sind teils auf harsche Ablehnung gestoßen: Zu überdreht der eine, zu wenig spannend der andere Film, lautete das Urteil in den einschlägigen Fan-Foren. Vereinzelt wurden dort schon Rufe nach einer Absetzung des Schwarzwälder Ermittler-Duos laut. Und auch die Einschaltquoten und Marktanteile der Krimis lagen in der "Tatort"-Jahresstatistik 2020 nicht in der Spitzengruppe. Im Gegenteil, der Fastnachts-"Tatort" hat die wenigsten Zuschauer von allen angelockt.

Für den SWR stehen die Kommissare Tobler und Berg trotzdem nicht auf der Kippe. Redakteurin Katharina Dufner betont stattdessen: "In unserem ›Tatort Schwarzwald‹ ermitteln zwei charmante, bodenständige Kommissare vor der wunderschönen Kulisse des Schwarzwalds."

Kontinuität dank der beiden Hauptdarsteller

Erfreulicherweise habe man bisher sehr interessante Regisseure für die Schwarzwälder Folgen gewinnen können, die den Filmen jeweils ihre individuelle filmische Handschrift verpasst hätten. "Das war von Beginn an so konzipiert und ist charakteristisch für den ›Tatort Schwarzwald‹". Die Kontinuität der Schwarzwald-Folgen komme über die Figuren der Kommissare zustande, die sich "mit professioneller Beharrlichkeit" der Fälle und der darin gezeigten Abgründe annehmen würden, erklärt Dufner.

Wann die Zuschauer sich davon in der "Tatort"-Folge "Das Geständnis" ein Bild machen dürfen, ist noch offen. Der Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest.

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