Einer der Jets über Sulz am Neckar. Foto: Heidepriem

Düsenjets drehen am Donnerstag ihre Kreise über Sulz. Ein großer Hubschrauber schließt sich bei Wittershausen an. Wo waren die Militärmaschinen noch unterwegs und was hatten sie vor? Wir haben nachgeforscht.

Wie ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr auf Nachfrage erklärt, waren die Piloten gegen 15.03 Uhr im Luftraum über der Neckarstadt.

 

Die Düsenjets waren "im Rahmen des täglichen Routine- und Ausbildungsflugbetriebes" unterwegs. Abgehoben sind sie beim Fliegerhorst Neuburg an der Donau und flogen an Pforzheim vorbei über den Nordschwarzwald. Dabei ging es unter anderem an Bad Herrenalb, Forbach und Baiersbronn vorbei.

Bei St. Roman bogen die Flieger wohl Richtung Sulz am Neckar und Vöhringen ab. Dort drehten sie in einer Höhe von rund 536 Metern zwei Kreise und trafen nahe der A 81 auf einen militärischen Transporthubschrauber. Dieser war vom Typ CH53 und ist laut Sprecher zuvor in Calw, wohl beim Kommando Spezialkräfte (KSK), zwischengelandet. Auf seinem weiteren Weg flog er in Höhe von rund 149 Metern über dem Boden einen Kreis um Vöhringen-Wittershausen. 

Einer der Eurofighter über den Dächern von Sulz. Foto: Heidepriem

Dass die drei Militärmaschinen zur selben Übung gehörten, sei laut Bundeswehr-Sprecher nicht so: "Ein Zusammenhang der Flüge konnte nicht festgestellt werden."

Jets fliegen über den Feldberg - Hubschrauber am Testturm vorbei

Von Sulz aus ging es für die Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter anschließend über Dunningen, Königsfeld und Vöhrenbach auf den Feldberg und dort an Schluch- sowie Titisee vorbei wieder Richtung Bayern.

Der Transporthubschrauber wiederum flog parallel zur A 81 in Richtung Testturm Rottweil. Von dort ging es den Radardaten zufolge an der Bundesstraße 27 entlang nach Balingen und von dort auch wieder Richtung Bayern zum Militärflugplatz Laupheim.

Abschließend erklärt der Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr auf die Nachfrage unserer Redaktion noch: "Nach den uns vorliegenden Daten erfolgten die Flüge unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen."

Info: Das ist laut Bundeswehr erlaubt

Mindestflughöhe
Die einzuhaltende Mindesthöhe für Kampfflugzeuge beträgt laut Bundeswehr-Sprecher 1000 Fuß (etwa 300 Meter) über Grund. 

Reduzierung der Mindestflughöhe
Diese für den militärischen Tiefflug geltende Mindesthöhe darf nach vorheriger Anmeldung in wenigen, aber unverzichtbaren, festgelegten Ausnahmen auf 500 Fuß (rund 150 Meter) über Grund reduziert werden. Beim Überflug von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern ist für Kampfflugzeuge eine Mindesthöhe von 2000 Fuß (etwa 600 Meter) über Grund einzuhalten.

Überflug von Städten
Grundsätzlich ist militärischer Flugbetrieb überall in Deutschland zulässig und ist nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden, um diese Flugbewegungen möglichst gleichmäßig über den gesamten Luftraum der Bundesrepublik zu verteilen. Selbstverständlich wird dabei versucht, bewohnte Gebiete nicht zu überfliegen. Aber die dicht besiedelte Bundesrepublik setzt diesem Vorhaben neben den gesetzlichen und flugbetrieblichen Regelungen enge Grenzen.