Das Schwarzwald Musikfestival steht auf soliden Füßen, um die Zukunft ist den Machern nicht bange. „Wir planen für die nächste Generation“, verkündet der Intendant in Baiersbronn.
Die Vorfreude auf das 28. Schwarzwald Musikfestival vom 8. bis 25. Mai und die Lust auf gute zwei Wochen mit anspruchsvoller Musik in der Region war bei der Pressekonferenz von Gesellschaftern und Verwaltungsräten der Festival gGmbH im Hotel Bareiss in Baiersbronn fast mit Händen zu greifen.
Voller Elan und Spielfreude geht das Musikfestival in die Zukunft, bereitet sein Jubiläum vor, hat zusätzliche Spielorte im Blick, beraumt Spielzeiten bis ins Jahr 2048 an. „Wir planen für die nächste Generation“, sagte Intendant Mark Mast gut gelaunt.
Julian Osswald (Freudenstadt), Vorsitzender des Verwaltungsrats, bewertete das Festival als „einen bedeutenden Standortfaktor der Region“, als „Integrationsprogramm in Baden-Württemberg“. Der Schwarzwald sei längst nicht mehr der weiße Fleck auf der Kultur-Landkarte des Landes, wie einst ein Ministerpräsident abschätzig meinte. Im Gegenteil: „Excellenz und Vielfalt, Gehalt und künstlerischer Anspruch zeichnen die Festivalwochen aus.“
Höchstes Budget im Vorjahr
Bislang 57 Spielorte im Schwarzwald zwischen Ettlingen im Norden und St. Blasien im Süden seien ein überzeugender Beweis. Und jedes Konzert passe zu seinem Veranstaltungsort. Julian Osswald versprach: „Wir wollen nicht beliebig werden.“
Der nüchterne Geschäftsbericht über die vergangene Saison ist ein beeindruckendes Zahlenwerk, das den 17. positiven Jahresabschluss in der fast 30-jährigen Festivalgeschichte nachweist. Es hatte mit 450.000 Euro das bisher höchste Gesamtbudget. Die 15 Konzerte zeigen mit durchschnittlich 265 Besuchern und 71 Prozent die höchste Auslastung der 20er-Jahre. Drei Konzerte waren ausverkauft.
Verzückung beim Blick zurück
Um die Zukunft ist es Intendant Mark Mast mit Blick aufs Eigenkapital und die Rücklagen nicht bang: „Wir sind solide und stabil aufgestellt, auch in schweren Zeiten.“
Der Blick zurück versetzt die Aktiven in Verzückung, wenn sie sich die Eröffnung des Festivals im vergangenen Mai in Erinnerung rufen. Der gleichzeitige Start der gemeinsamen Gartenschau von Baiersbronn und Freudenstadt mit dem Besuch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann sei ein Glücksgriff gewesen. Mark Mast, nie um große Worte verlegen, schwärmte von der „besonderen Energie und Atmosphäre beim Eröffnungskonzert in der Stadtkirche“.
Kretschmann friert
Auch Baiersbronns Bürgermeister und Festival-Gesellschafter Michael Ruf erinnert sich gern an den „tollen Auftakt“: Noch keine Gartenschau sei so sympathisch eröffnet worden. Einzig das Wetter habe nicht so recht mitgespielt. Ruf: „Der Ministerpräsident fror jämmerlich.“
Da mochte auch Bürgermeister Wolfgang Fahrner aus Freudenstadt, der Gesellschafter Adrian Sonder vertrat, nicht zurückstehen. Der grandiose Auftakt bleibe als außergewöhnliches Event in Erinnerung und sei Signal dafür gewesen, dass es mit Freudenstadt und Baiersbronn im Tal X gemeinsam weitergehen soll.
Diesen Ball nahm Mark Mast gern auf für den dezenten Hinweis, dass sicherlich auch das Schwarzwald Musikfestival den Boden für die gemeinsame Gartenschau 2025 bereitet habe. Schnell richtete er aber den Blick wieder nach vorn und versprach ein Festival 2026 von konstanter Spitzenqualität, in dem jedes Konzert ein „absolutes Highlight“ sein werde.
Die Vorverkaufsstellen
Festivalbüro Schwarzwald Musikfestival
Telefon 07441/5 20 42 00, E-Mail info@schwarzwald-musikfestival.de
Schwarzwälder Bote
Ticket-Hotline 07423/7 87 90, online www.schwabo.de/tickets. Abonnenten des Schwarzwälder Boten erhalten zehn Prozent Ermäßigung auf alle Konzerte des Schwarzwald Musikfestivals, mit Ausnahme der Sonderkonzerte am 20. März in Schramberg und am 19. April in Rottweil.