Die Playmobil-Ausstellung ist eröffnet: Die kleine Schwarzwald-Marie startet in der Baiersbronner Eislaufhalle ihre Weltreise.
Es waren beherzigenswerte Ratschläge, die da bei der Eröffnung der zweiten großen Playmobil-Ausstellung in der Baiersbronner Eislaufhalle erteilt wurden: „Kommen Sie herein, vergessen Sie für ein paar Stunden den ganzen Mist da draußen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Dann haben auch Sie das Playmobil-Lächeln im Gesicht.“
Der das sagte, muss es wissen. Noch wenige Minuten zuvor hatte er die letzten Handgriffe an seiner Spielzeugausstellung angelegt. Hatte in zwölf so genannten Dioramen mit über 25.000 Playmobil-Teilen Städte, Landschaften, Kontinente dargestellt, einen Flughafen und den Hofgarten in Wien. Und natürlich den Schwarzwald. Es ist der inzwischen international bekannte Diorama-Artist Oliver Schaffer aus Hamburg, der bereits 2023 mit seiner Playmobil-Ausstellung über 12.000 Besucher in die Eislaufhalle gelockt hatte.
Am Freitag wurde die zweite Schau dieser Art mit viel Pomp und wichtigen Worten eröffnet. Die Ausstellung schreibt die Erfolgsgeschichte der dort „geborenen“ Schwarzwald-Marie weiter, ein kleines Plastikfigürchen mit Bollenhut, das inzwischen über 300.000 fach aus der Plastikpresse gepurzelt ist. Mithilfe von Partnern, Sponsoren, der IHK und Tourismusverbänden ist die kleine Marie zur Werbefigur und zum Geschäftsmodell geworden.
Eröffnung mit Ministerin
Nur logisch, dass sie nun auf Weltreisen über 40.000 Kilometer geschickt wird. Das wird in zwölf Dioramen wie Afrika, Polynesien, Japan oder Grand Canyon in lebendigen Spielzeuglandschaften dargestellt. Startpunkt ist der liebevoll ausgestattete Schwarzwald.
In jedem der Dioramen ist irgendwo die Schwarzwald-Marie zu entdecken. Sie zu suchen, bringe Spaß für Groß und Klein, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges.
Die Marie gab bei der Eröffnung vor zahlreichen Gästen, Sponsoren, Partnern, Gemeinderäten und Helfern auch das Stichwort für Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf. Sie sei ein Symbol für Schwarzwald und Heimat, erinnere an unbeschwerte Kinderjahre. Die Ausstellung setze die Gartenschau auf neuen Wegen fort, die Aufsichtspersonen rekrutieren sich zu großen Teilen aus den ehemaligen Gartenschau-Helfern, organisiert von Laura Klumpp von der Baiersbronn-Touristik.
Trachtenpaar aus Gutach
Das fand auch den Beifall von Marion Gentges, die nur wenige Tage nach ihrer Vereidigung als Landesministerin nach Baiersbronn gekommen war und den Begriff Heimat als nur eine von zwei Seiten der Medaille aus Heimat und Weltoffenheit erweiterte.
Glückwünsche sprachen auch Landtagsabgeordnete Katrin Schindele (CDU) und der ehemalige Landtagsabgeordnete Uwe Hellstern (AfD) aus. Bürgermeister Siegfried Eckert aus Gutach hatte ein Trachtenpärchen mitgebracht – das Original zur Gutacher Tracht der Schwarzwald-Marie. Als Gastgeberin freute sich Tourismusdirektorin Christina Palma Diaz auf viele Besucher, denen die „Aufsichtspersonen“ gerne Begleiter und Erklärer seien.
Bis September geöffnet
Eintrittspreise
Die Playmobil-Ausstellung „Schwarzwald-Marie auf Weltreise“ von Diorama-Artist Oliver Schaffer ist geöffnet bis 13. September, jeweils Dienstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Montags ist Ruhetag. Die Eintrittspreise betragen fünf Euro für Erwachsene, für Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren drei Euro. Einzeleintritte für Inhaber der Schwarzwaldkarte sind frei. Es gibt Familienkarten.