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Schwarzwald-Baar-Kreis Schwarzwald-Baar-Klinikum: Notaufnahme an ihrer Grenze

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Schwarzwald-Baar-Kreis - Die Abmeldung der Helios-Klinik von der Notfallversorgung hat die Notaufnahme in Villingen-Schwenningen in die Bredouille gebracht – denn plötzlich kommen dort ausgerechnet in der Urlaubszeit vermehrt Rottweiler Patienten an.

"Aufnahmestopp in der Notaufnahme" hieß es Dienstagnacht bei der Helios-Klinik in Rottweil. Wohin also mit Notfällen? Zahlreiche Rettungswagen fuhren deshalb die Notaufnahme des Schwarzwald-Baar-Klinikums in Villingen-Schwenningen an. Aber auch sonst schlagen viele Patienten, die unseren Informationen zufolge in Rottweil vor geschlossener Türe standen, plötzlich am Kreisklinikum auf. Was war passiert?

Wie Andrea Schmider, Sprecherin der Helios-Klinik gegenüber dem Schwarzwälder Boten berichtet, arbeite das Krankenhaus aufgrund der Urlaubszeit im Bereich des Pflegepersonals derzeit mit kleineren Teams und habe die Bettenanzahl entsprechend reduziert, um die Patienten optimal betreuen zu können.

Vom Aufnahmestopp völlig überrascht

Durch mehrere Krankheitsfälle im Bereich der Pflege habe die Helios-Klinik nun zusätzliche Ausfälle, was dazu geführt habe, dass weitere Betten nicht belegt werden. Aus Sicht der Klinik, so Schmider, sei diese Vorgehensweise im Sinne der Patienten, denn oberstes Gebot sei die Patientensicherheit. Die unmittelbare Erstversorgung von Schwerkranken und Schwerverletzten, die mit dem DRK kommen, sei "selbstverständlich" weiterhin gewährleistet. Nach der Erstversorgung prüfe die Klinik, ob sie den Patienten aufnehmen könne oder ob er zur weiteren Versorgung verlegt werden müsse.

Das pikante an dieser Angelegenheit: Das besonders betroffene Schwarzwald-Baar-Klinikum wurde vom Aufnahmestopp völlig überrascht – und hat nicht einmal zwei Tage später gesicherte Informationen aus Rottweil. Sandra Adams, Pressesprecherin des Schwarzwald-Baar Klinikums erklärt gegenüber unserer Redaktion, dass sich die Helios-Klinik "offenbar seit Dienstagnacht von der Notfallversorgung abgemeldet" habe. Adams betont: "Eine offizielle Information der Helios-Klinik haben wir dazu nicht erhalten."

"Auch bei uns ist Urlaubszeit"

Die logische Folge sei deshalb gewesen, dass das Klinikum im Zentralbereich der Doppelstadt "seit Dienstagnacht vermehrt mit Patienten aus dem Raum Rottweil angefahren" wird. Und: "Unter anderem sind darunter aus medizinischer Sicht vergleichsweise einfache Fälle, die auch im Klinikum Rottweil behandelt werden könnten."­

Warum das Klinikum des hiesigen Landkreises deutlich unterkühlt auf die offenbar unangekündigte Abmeldung der Helios-Klinik in Rottweil reagiert, ist schnell klar. Denn Adams erklärt: "Auch bei uns ist Urlaubszeit". Das vermehrte Patientenaufkommen bringe deshalb "auch unsere Notaufnahme an ihre Grenzen". Trotzdem sei klar, dass man sich um alle Patienten kümmern und alles daran setzen würde, die medizinische Versorgung der Notfallpatienten möglichst optimal sicherzustellen.

Seit Mittwochmittag kann die Helios-Klinik zumindest von Rettungskräften wieder angefahren werden. Doch an der angespannten Lage in Villingen-Schwenningen hat sich angesichts der reduzierten Betten in Rottweil noch immer nichts geändert.

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