Unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerk war der Grund für viele Einsätze in der Silvesternacht. (Symbolfoto) Foto: picture alliance/dpa

Das Polizeipräsidium Konstanz zieht eine gemischte Bilanz der Silvesternacht. 260 Einsätze, zahlreiche Brände durch Feuerwerk, aber keine schweren Straftaten.

Eine gemischte Bilanz zieht das Polizeipräsidium Konstanz zur Silvesternacht 2025/2026. Zwar kam es zu keinen schwerwiegenden Einsatzlagen oder besonderen Straftaten, dennoch waren die Einsatzkräfte stark gefordert.

 

Zwischen 20 Uhr an Silvester und 5 Uhr am Neujahrsmorgen registrierte das Führungs- und Lagezentrum insgesamt 260 Einsätze. Ab Mitternacht stieg das Notrufaufkommen deutlich an. Die meisten Einsätze betrafen alkoholbedingte Streitigkeiten, Konflikte rund um Feuerwerk, Ruhestörungen, Ordnungsstörungen sowie verschiedene Straftaten.

Insgesamt kam es zu 45 Brandmeldungen. Der Schwerpunkt lag bei brennenden Müllcontainern, Mülleimern, Kartonagen und Feuerwerksresten, außerdem bei durch Feuerwerk entzündeten Hecken. Zudem wurden ein Gebäudebrand sowie mehrere brennende Autos registriert. Angriffe auf Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdiensten gab es nicht.

Herausragende Einsätze im Überblick

  • Aldingen (22.50 Uhr): Eine Feuerwerksrakete löste einen Dachstuhlbrand in einem Dreifamilienhaus aus. Zwei Bewohner erlitten leichte Rauchgasverletzungen. Schaden: etwa 300.000 Euro.
  • Spaichingen und Villingen-Schwenningen (23.30 Uhr): Jeweils brennende Autos, mutmaßlich durch Feuerwerkskörper verursacht.
  • VS-Villingen (0.30 Uhr): Schmorbrand im Kofferraum eines geparkten Autos durch selbstentzündete Feuerwerkskörper.
  • Zimmern ob Rottweil (1 Uhr): Brand von Mülleimer, Carport und Auto nach unsachgemäßer Entsorgung von Feuerwerksresten. Schaden: rund 30.000 Euro.
  • VS-Villingen (1.30 Uhr): Brennender Müllcontainer beschädigt Gebäude – Fensterscheiben zerbarsten. Schaden: etwa 8000 Euro.
  • Engen (2 Uhr): Brennender Carport und zwei Fahrzeuge. Schaden: rund 50.000 Euro.

Nach Einschätzung der Polizei ist in den meisten Fällen unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerk ursächlich gewesen. Die Ermittlungen dauern an.