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Schwarzwald-Baar-Kreis Postgebäude: SPD-Antrag scheitert

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Der Umbau des Postgebäudes für die Zwecke der Kreisverwaltung wird auf zirka 9,4 Millionen Euro Kosten geschätzt. Jugendamt, Amt für Abfallwirtschaft, Kreisarchiv und Bußgeldstelle sollen in der Außenstelle Platz finden. Foto: Eich

Schwarzwald-Baar-Kreis - Bei Stimmengleichheit im Kreistag scheiterte ein Antrag von Edgar Schurr (SPD), das Postgebäude für möglichen weiteren Platzbedarf der Kreisverwaltung jetzt schon aufzustocken.

Die Aufstockung war im Gespräch, weil die Kreisverwaltung der Postbank die Option bieten wollte, im Gebäude als Mieterin bleiben zu können. Nachdem die Postbank aber erklärt hatte, kein weiteres Interesse zu haben, hatte sich die Frage nach einer Aufstockung zunächst erledigt. Walter Klumpp (FW) fragte jedoch im Kreistag nach, ob ein weiteres Stockwerk auf dem Gebäude theoretisch möglich wäre. Darauf antwortete Stefan Löffler vom Schulverwaltungsamt mit einem klaren "Ja". Thorsten Frei (CDU) erklärte dazu: "Ich glaube, dass wir jetzt auf dem richtigen Weg sind, der Kostenrahmen ist realistisch, es sind ausreichend Arbeitsplätze vorhanden." Dem Gedanken einer Aufstockung solle man jetzt nicht nähertreten. Anderer Meinung war Edgar Schurr (SPD). Man müsse sich auf die Zukunft konzentrieren und sich in einer Laufzeit von 50, 60 Jahren bewegen. Deswegen empfahl Schurr, darüber nachzudenken, "wie es wäre, wenn wir doch aufstocken." Zumal man die Räumlichkeiten ja zunächst vermieten könne. Das wolle er zur Abstimmung stellen. Wenn es jetzt die Möglichkeit der Aufstockung für 1,2 Millionen Euro gebe, wäre das, so Schurr, "eine Win-Win-Situation" für die Zukunft.

Beate Berg-Haller (Grüne) argumentierte mit der Schweigepflicht des Jugendamtes und stellte in Frage, dass diese in einem Großraumbüro gewährleistet werden könne. Landrat Hinterseh erklärte: "Wir sind in einem Machbarkeitsprozess". Bei 101 Personen, die einziehen sollen, könne man nicht erreichen, dass alle sagen: "Besser kann man es nicht machen." Es könne aber auch nicht sein, "dass wir 101 Einzelbüros machen." Vierer-Arbeitsplätze seien seiner Meinung nach keine Großraumbüros. Im Obergeschoss stünden acht Besprechungsräume zur Verfügung. Die Kaufentscheidung nannte Adolf Baumann (FDP) "optimal" und meinte, dass man die Aufstockung noch mal überdenken solle, weil man in fünf, sechs Jahren vielleicht doch zu der Ansicht komme, dass diese notwendig sei. Auch Anton Knapp (SPD) erklärte, seiner Ansicht nach sei es "ein großer wirtschaftlicher Fehler", jetzt nicht ein weiteres Geschoss draufzusatteln.

Der Antrag auf Aufstockung fand 26 Befürworter gegen ebensoviele Nein-Stimmen, die meisten von der CDU. Die Verwaltung wurde von den Kreisräten beauftragt, die Architekturleistung für den Umbau als Verwaltungsgebäude durch ein europaweites Verfahren auszuschreiben. Außerdem wurde der Landrat ermächtigt, nach Abschluss der Ausschreibung den Auftrag für die Leistungsphasen an den Bewerber mit der höchsten Punktzahl zu vergeben. Das Postgebäude soll als Außenstelle des Landratsamtes eingerichtet, die Außenstelle des Landratsamtes im Gebäude Auf der Steig aufgegeben werden. 125 Arbeitsplätze entstehen laut Landrat Hinterseh im Postgebäude. Dabei hätte man einen Puffer von zehn bis 15 Arbeitsplätzen.

Das Mietverhältnis mit der Postbank endet, wie Landrat Sven Hinterseh erklärte, am 31. Juli nächsten Jahres. Der Umbau des Postgebäudes für die Zwecke der Kreisverwaltung wird auf zirka 9,4 Millionen Euro Kosten geschätzt. Jugendamt, Amt für Abfallwirtschaft, Kreisarchiv und Bußgeldstelle sollen in der Außenstelle Platz finden.

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