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Schwarzwald-Baar-Kreis Polizeihochschule: In einem Jahr soll alles fertig sein

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Die grünen Flächen sind (rechts unten) das neue Hörsaal- und Bürogebäude, die erweiterte Mensa und die Raumschießanlage (längliches Gebäude). Links vorne sinddie neuen Parkdecks zu sehen. Unterhalb im Villinger Tal entstehen weitere Parkplätze, möglicherweise auch im östlichen Bereich. Links oben befindet sich unter anderemdie Kita, die erweitert wird. Foto: Schück

Schwarzwald-Baar-Kreis - Ein wenig anders als ursprünglich gedacht, wird der Campus der Hochschule für Polizei in Schwenningen räumlich erweitert.

Das neue Hörsaal- und Verwaltungsgebäude wird nun dort entstehen, wo sich momentan die Tennisplätze für Studierende befinden. Außerdem kommt eine neue Raumschießanlage hinzu, und auch die Mensa soll wesentlich größer werden. Schließlich wird der Hochschulkindergarten erweitert. Zukünftig sollen 60 Kinder dort Platz finden. Ein Problem stellen noch die fehlenden Parkplätze dar. Ab 2021 werden insgesamt 1700 Studierende an der Hochschule für Polizei erwartet.

Auch das an die Hochschule angrenzende Villinger Tal soll zu Parkplatzflächen umgewandelt werden. Ein Vorschlag der Architekten, die das Amt für Vermögen und Hochbau beauftragt hat, sieht auf dem jetzigen Parkplatz Parkdecks vor.

"Es war ein Vorschlag der Architekten, das neue Hörsaal- und Bürogebäude auf den Tennisplätzen zu machen", stellt Martin Schatz, Rektor der Hochschule für Polizei, klar. Ursprünglich sollten zwei Gebäude auf dem Campus zwischen den bestehenden Platz finden. "Doch das wäre arg verdichtet, meinen die Architekten und schlugen die Baumaßnahmen im östlichen Bereich vor", berichtet Schatz Die Architekten machen auf ihn einen guten Eindruck. "Wir finden es spannend", fügt er hinzu. 64 Büroplätze und elf Hörsäle sollen in nur einem Gebäude mit 1300 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Drei Etagen sind vorgesehen "und ein schöner Innenhof". Die Architekten hätten bereits sehr viel Erfahrung mit Hochschulbauten. In diesem Herbst soll es losgehen. "Am 1. Oktober nächsten Jahres brauchen wir das neue Gebäude", erklärt Schatz. "Ich hoffe, es kommt mit gutem Tempo voran." Die Zeitschiene, so der Polizeipräsident, "ist eng, ist gewaltig, aber wir sind zuversichtlich".

Dieter Troppmann, an der Hochschule für Polizei zuständig für das Projekt Einstellungsoffensive auf dem Campus, erläutert an einem Modell, wie die Anlage zukünftig aussehen wird. Auch direkt im Zentrum wird es Veränderungen geben. Vorgesehen ist eine neue Raumschießanlage direkt neben der bestehenden. "Schließlich sind wir gewachsen, sind nun drei Mal so groß wie zu der Zeit, als die Hochschule an diesen Standort in Schwenningen kam", erklärt Rektor Schatz. Auch die Mensa wird vergrößert und bekommt eine Dachterrasse. Doppelte Studierendenzahlen erfordern mehr Infrastruktur als bisher. Auch die Parkplätze reichen bei weitem nicht. Möglicherweise kommen weitere im östlichen Bereich hinzu.

Die Kostenschätzung für all diese Veränderungen ist längst überholt. Wie viel es kosten wird? "Das wissen wir noch nicht", sagt Schatz. Klar ist, dass es sich um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln wird. Schon die Parkdecks würden 4,5 Millionen Euro kosten. Die Einstellungsoffensive der Polizei habe sehr hohe Priorität. Außerdem sei die Hochschule für Polizei nicht nur Hochschule, sondern auch Polizeipräsidium. "Das heißt, es kommen Aufgaben auf uns zu." Beispielsweise Alarmpläne. Und im Ernstfall auch Einsätze. "Nirgendwo im Land finden Sie so viel Polizei auf einmal", weiß Martin Schatz. Diese wäre beispielsweise bei einem Terroranschlag gefragt. So zirka 700 Kräfte sind vorhanden, weitere können bei Bedarf in der Polizeihochschule zusammengeführt werden. "Wir hoffen natürlich, dass es nicht zu einem Terroranschlag kommt", fügt der Rektor hinzu.

Thema Wohnungen

Ein "Riesenthema" sind jetzt auch Wohnungen für Studierende. In Bezug darauf gibt es gutes Einvernehmen mit der Stadt VS. Diese hat inzwischen die Immobilien erworben, welche für Studentenappartments in Frage kommen. Die städtische Wohnungsbaugenossenschaft, die Baugenossenschaft und das Familienheim wollen die Immobilien renovieren und für die Vermietung an Studierende passend machen. Anschließend sollen die Appartements an den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg vermietet werden. "Die Mietverträge werden derzeit ausgearbeitet, über die Laufzeit und die Kosten können derzeit noch keine abschließenden Angaben gemacht werden", sagt Dieter Troppmann. "Stufenweise" sollen die zusätzlichen Unterkunftsplätze in den ehemaligen Wohnungen der französischen Brigaden im Bereich der Kirnacher-, Dattenberg- und Pictoriusstraße in Villingen zur Verfügung stehen: 92 Plätze ab März 2019, 163 Plätze ab September 2019, 74 Plätze ab März 2020 und weitere 163 Plätze ab März 2021.

Bereits jetzt verfügt die Hochschule für Polizei über 100 Einzelzimmer auf dem Gelände der Firma Steinel in der Rathausstraße, 402 Betten in der Bussard- beziehungsweise Sperberstraße sowie Appartements mit insgesamt 120 Betten im Bereich Dattenberg-/Pictoriusstraße in Villingen. Jeweils zwei, drei, vier, ausnahmsweise auch fünf Polizeibeamte werden in Wohngemeinschaften untergebracht. Auf dem Campus stehen weitere 248 Betten für die Studierenden zur Verfügung. "Die Studenten zahlen Miete, sie erhalten die Wohnungen und Appartements nicht kostenlos", stellt Schatz klar. Erfahrungsgemäß benötigen ungefähr 81 Prozent eine Unterkunft, 19 Prozent pendeln oder wohnen in privaten Unterkünften.

Die Stadt, so erzählt Schatz, beabsichtige, Sozialwohnungen aus den Appartements zu machen, wenn diese von der Hochschule nicht mehr benötigt werden. "Und wir haben nicht die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt", fügt er hinzu.

Kita wird erweitert

Auch die Kindertagesstätte auf dem Campus der Polizei FH soll erweitert werden; von zwei auf vier Gruppen. Das bedeutet letztlich 60 Kinder. Bisher war die Kita zu zwei Dritteln mit Kindern von Polizeibeamten belegt; zu je einem Sechstel von Nachwuchs der Hochschule Furtwangen und der Dualen Hochschule. "Wir benötigen dann alle Plätze", erklärt Schatz. Und sollte es noch freie Kapazitäten geben, werden diese der Stadt Villingen-Schwenningen zur Verfügung gestellt. "Die Kindertagesstätte steht der Region dann nach Ende der Einstellungsoffensive zur Verfügung", stellt der Rektor in Aussicht.

 
 

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