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Schwarzwald-Baar-Kreis Ohne ausländische Gäste läuft nichts

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Freizeitangebote locken in den Schwarzwald-Baar-Kreis. Foto: Monkey Business/Fotolia.com

Schwarzwald-Baar-Kreis - Die aktuelle Auswertung des IHK-Freizeitbarometers bestätigt die erwartet gute Bilanz des vergangenen Jahres und macht damit aus Sicht der IHK Hoffnung für die Wirtschaftslage 2017.

Die über 300 Freizeitunternehmen, die von den baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern exklusiv befragt wurden, konnten 2016 insgesamt 35,4 Millionen Besucher begrüßen. Das bedeutet ein erneutes Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Erfolgsmeldung aus der Freizeitbranche bestätige, so die IHK, das ebenfalls gute Ergebnis bei den Übernachtungszahlen: Mit dem Wachstum in Höhe von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist es gelungen, die Marke von 52 Millionen Übernachtungen pro Jahr zu übertreffen. "Genau wie bei den Übernachtungen waren Freizeiteinrichtungen vor allem bei inländischen Besuchern, bei Tagestouristen aus dem Umland und bei unseren direkten Nachbarn beliebt. Der Tourismus und die Freizeitwirtschaft mit ihren Museen, Schlössern, Bädern und Parks trotzen damit den politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen im In- und Ausland", macht Anne Spreitzer, Projektleiterin Tourismus bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg deutlich.

Mehr Arbeitsplätze im Tourismus als in der Automobilindustrie

Die Freizeitunternehmen seien damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber. Die befragten Unternehmen beschäftigen 13 800 Arbeitnehmer in Teil- oder Vollzeit. Insgesamt gebe es in Baden-Württemberg sogar mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Tourismus als in der Automobilindustrie. "Diese Arbeitsplätze sind ortsgebunden, und somit nicht exportierbar", betont Spreitzer die Bedeutung des Tourismus für die regionale Wirtschaft. In der Region werde die Bedeutung der Freizeitwirtschaft in den kommenden Jahren voraussichtlich stark steigen. Derzeit entstehen touristische Highlights in Rottweil, aufgrund dessen der Tourismus weit über die Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg zusätzlichen Aufwind bekommen werde. Neben dem thyssenkrupp Testturm mit Deutschlands höchster öffentlich zugänglicher Aussichtsplattform laufen derzeit Planungen zum Bau der weltweit längsten Fußgänger-Hängebrücke. Mithilfe der "Neckar Line Rottweil" werden Testturm und historische Innenstadt, das heißt, Innovation und Tradition, verbunden. "Die erwartete Zunahme der Touristen wird nicht nur der Stadt Rottweil, sondern der ganzen Region zugutekommen", verdeutlicht Spreitzer. Durch die Kombination von Turm und Brücke werden Schätzung der Tourismusberatung Kohl & Partner zufolge jährlich bis zu 200 000 zusätzliche Besucher nach Rottweil kommen. Das bedeutet ein deutliches Plus an Kaufkraft für die älteste Stadt Baden-Württembergs. Davon profitieren neben Handel, Gastronomie und Hotellerie auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Bereits jetzt kommen 1,2 Millionen Menschen pro Jahr als Tagesbesucher nach Rottweil. Der Gesamtzuwachs durch beide Projekte auf 1,4 Millionen bedeutet somit eine Zunahme um 17 Prozent. Hierbei seien die positiven Effekte auf die umliegenden Orte und Gemeinden noch nicht mit eingerechnet. Betrachtet man die Besucherzahlen der Freizeiteinrichtungen in den großen Tourismusregionen des Landes, so konnte die Schwäbische Alb, zu der auch der Landkreis Tuttlingen zählt, erneut mit einem Wachstum von acht Prozent punkten. Vom Trend zum Urlaub im eigenen Land profitierte auch der Schwarzwald (plus 3,5 Prozent), zu dem der Landkreis Rottweil und der Schwarzwald-Baar-Kreis zählen. Aus der unsicheren politischen Situation in vielen klassisch beliebten Urlaubsregionen im Ausland resultierte ein eindeutiger Trend zu Ferien in Deutschland, insbesondere auch in Baden-Württemberg. Dies kommt nicht nur dem Hotel- und Gaststättengewerbe zugute, sondern auch den Freizeitunternehmen.

Schwarzwald ist besonders international aufgestellt

Der Schwarzwald als Ferienregion mit den meisten Übernachtungen (21,54 Millionen) zieht dabei auch mehr als die Hälfte aller Besucher in den Freizeiteinrichtungen an (53 Prozent). Besonders stark besucht waren im Jahre 2016 Parks (plus 5,24 Prozent) und Veranstaltungen (plus 5,97 Prozent). Events im Musik, Sport oder Kulturbereich locken zusätzliche Besucher in die Städte, wie die hohen Besucherzahlen bei Veranstaltungen wie Jazz in Town in Rottweil, Lange Schwenninger Kulturnacht oder das Laufsportevent Run und Fun in Tuttlingen zeigen. Auch Theater (plus 2,25 Prozent), Burgen und Schlösser (plus 1,79 Prozent) sowie Thermal- und Erlebnisbäder (plus 1,48 Prozent) schlossen im gesamten Bundesland positiv ab. "Dass Freizeitunternehmen heutzutage echte Marketingprofis sind, wird ebenfalls in der Umfrage deutlich", so die IHK. Nahezu alle Attraktionen und Freizeitangebote haben mittlerweile eine Homepage und auch der Nutzeranteil von Social Media-Plattformen ist in zwei Jahren um fast zwölf Prozent gestiegen – bei besonders starker Nutzung der großen Plattformen wie Facebook.

Etwa sechs Prozent der Befragten veranstalten Aktionstage und Events, auch hier ist der Anteil höher als im Vorjahr. Zu erkennen ist auch, dass ein besonderes Event als Maßnahme im Marketing-Mix immer wichtiger wird. Gerade bei Parks, Landschaftsattraktionen, Museen sowie Burgen und Schlössern stehe dieses Instrument der Kundengewinnung und -bindung hoch im Kurs. Die Top 3 bei Auslandsgästen sind laut Statistischem Landesamt die Gäste aus der benachbarten Schweiz, den Niederlanden wie auch aus Frankreich. Diese Touristengruppen übernachten nicht nur, sondern besuchen auch die Freizeiteinrichtungen im Land überdurchschnittlich oft und werden entsprechend aktiv umworben. Besonders international aufgestellt ist der Schwarzwald. Dort gebe es kaum Freizeiteinrichtungen, die ohne ausländische Besucher auskommen. Verhältnismäßig hoch seien beispielsweise die Ausländerzahlen in Triberg. 2016 wurden etwa 35 Prozent der Ankünfte in der Stadt mit Deutschlands höchsten Wasserfällen von ausländischen Gästen getätigt. Demgegenüber haben die Freizeiteinrichtungen im Donaubergland besonders viele regionale Gäste. Allerdings wachse der Anteil von Gästen mit weiterer Anreise in den lvergangenen Jahren stetig, wozu unter anderem die Ausweisung von zertifizierten Premiumwanderwegen wie den "Donauwellen" beiträgt.

 
 

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