150 Tonnen Streusalz werden heute hier angeliefert: Die Straßenmeistereien im Kreis (hier die Straßenmeisterei Villingen) sind auf den Winter vorbereitet. Foto: Marc Eich

Bestand an Streusalz wird laufend aufgefüllt. Zur Zeit sind 4000 Tonnen auf Lager. 14.000 Tonnen in schneereicher Saison.

Schwarzwald-Baar-Kreis - Die Salzlager in den Straßenmeistereien des Kreises sind gefüllt. 4000 Tonnen Streusalz lagern nach Auskunft von Herbert Steidler, dem Leiter des Straßenverkehrsamtes des Kreises, dort. In diesem Jahr mussten die Mitarbeiter des Straßenbauamtes allerdings noch nicht so oft in die Salzlager greifen wie im Vorjahr. "Es hält sich im Rahmen", bestätigt Steidler, Zwischen 4000 und 14 000 Tonnen Salz pro Wintersaison werden im Kreis benötigt. Zum Beispiel waren es in einem schneearmen Winter, wie zum Beispiel 2006/2007 "nur" 4000 Tonnen; in der Saison 2008/2009 kamen 14 000 Tonnen Salz auf die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, die vom Straßenverkehrsamt betreut werden.

Vor zwei Jahren waren die Streusalzpreise plötzlich gestiegen; 30 Prozent teurer wurden sie. Das verteuerte die Kosten für den Winterdienst erheblich. Wenn die 4000 Tonnen nicht reichen, muss der Kreis nachkaufen. Doch die Streusalzpreise sind inzwischen wieder gesunken; die Preissteigerung ging um 15 Prozent zurück. "Es gibt genügend Streusalz", beruhigt Herbert Steidler: "Wir füllen laufend nach und lassen es nicht leer werden." 25 bis 30 Tonnen können pro Lastzug aufgeladen werden. Die Tonne kostet 60 Euro plus Mehrwertsteuer, mithin zirka 80 Euro. "Wenn man berücksichtigt, dass der Unterschied pro Wintersaison 10 000 Tonnen ausmachen kann, sind das 800 000 Euro mehr oder weniger", erklärt Steidler. Hinzu kommen die Kosten für Fremdunternehmer. Zehn eigene Fahrzeuge hat der Kreis, 19 Fremdunternehmer müssen mit ihren Fahrzeugen je nach Bedarf bezahlt werden. 100 bis 120 Euro pro Stunde kostet ein "Externer". "Mit 400 Euro pro Einsatz muss gerechnet werden", berichtet Steidler.

Die zehn eigenen Fahrzeuge werden in drei Schichten besetzt. Der Haupteinsatz beginnt ab drei Uhr, am Wochenende ab 4 Uhr nachts. Mittags und spätabends beginnen weitere Schichten. Je nach Bedarf sind die Mitarbeiter auch nachts unterwegs, zusätzlich kommen noch Fahrzeuge von Fremdunternehmern. Ein 24-Stunden-Dienst ist dennoch freilich nicht eingerichtet.

Die Straßen sollen "nach besten Kräften" geräumt werden. Eine Verpflichtung besteht erst ab sechs Uhr morgens, zu diesem Zeitpunkt sollten sie befahrbar sein.