Vor allem wegen Rückenschmerzen und seelischen Problemen lassen sich Patienten im Schwarzwald-Baar-Kreis krankschreiben. Foto: dpa

AOK meldet: Krankenstand in der Region 2014 leicht gesunken. Bei DAK sind seelische Probleme häufige Diagnose.

Schwarzwald-Baar-Kreis - Der aktuelle Krankenstand in der Region ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Das ergab eine Auswertung der krankheitsbedingten Fehlzeiten durch die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Die Krankenkasse DAK meldet, dass der Krankenstand im Schwarzwald-Baar-Kreis im Kreis 2013 gestiegen sei. "Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen um 0,3 Prozentpunkte deutlich stärker zu als in Baden-Württemberg, wo es mit 0,1 Prozentpunkten eine moderate Steigerung gab. Mit 3,2 Prozent hatte die Region aber nach wie vor einen geringeren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (3,3 Prozent)", meldet der DRK-Gesundheitsreport.

In den Unternehmen im Schwarzwald-Baar-Kreis betrug der Krankenstand im ersten Halbjahr 2014 nach Recherchen der AOK 4,6 Prozent. "Das bedeutet: Im Durchschnitt waren an jedem Tag 4,6 von 100 Beschäftigten krankgeschrieben", erläutert die AOK. Weil die Krankheiten teilweise saisonal gehäuft auftreten, könne man das erste Halbjahr 2013 als Vergleichszeitraum heranziehen. Demnach sei der aktuelle Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum (4,8 Prozent) leicht gesunken. Insgesamt waren laut AOK im laufenden Jahr bislang 45 Prozent der Beschäftigten mindestens einen Tag krankgeschrieben. Häufigste Ursache waren Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems. "Diese Krankheitsgruppe machte gut ein Fünftel aller Krankheitstage in den im Landkreis ansässigen Unternehmen aus", so der AOK-Report. Allein acht Prozent aller Krankheitstage "gehen auf das Konto der wichtigsten Diagnose innerhalb dieser Schmerzgruppe Rückenschmerzen". Diese sind bei der AOK die wichtigste Einzeldiagnose überhaupt, noch vor Erkältungen. Als Ursache sieht die Krankenkasse die Lebensweise der meisten. Bereits durch Laufen und möglichst viel Bewegung im Alltag könne man Schmerzen vorbeugen.

Bei der DAK sind vor seelische Probleme der Patienten die Ursache, dass der Krankenstand 2013 gestiegen ist. "Die größte Steigerung mit 48 Prozent gab es bei den psychischen Erkrankungen, die jetzt deutlich über dem Landesschnitt liegen", so der Gesundheitsreport der Krankenkasse. Aber auch Atemwegwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis stiegen um elf Prozent. Die meisten Ausfalltage entfielen bei der DAK im Jahr 2013 aber ebenfalls auf Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenleiden. Diese gingen zwar um über zehn Prozent zurück, waren aber die Ursache für jeden fünften Fehltag im Kreis.

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