Zahl steigt recht rasant. Langes Stillen soll helfen. Weiter geht es oft mit Asthma.
Schwarzwald-Baar-Kreis - Wer in diesen Tagen unter Atemwegsbeschwerden leidet, der sollte besonders achtgeben - und das liegt in diesem Fall einmal nicht am Coronavirus. Es ist Heuschnupfenzeit und dieses Leid teilen im Schwarzald-Baar-Kreis immer mehr Menschen.
Ist es nur ein Husten wegen Heuschupfen oder vielleicht doch ein Anzeichen für Asthma? Im Zusammenhang mit Heuschnupfen können manchmal Beschwerden auftreten, die denen einer Covid-19-Erkrankung ähnlich sind.
Auch Asthma möglich
Zwar stehen bei Heuschnupfen allergischer Schnupfen, Niesattacken sowie häufig auch Augenjucken im Vordergrund. Doch Heuschnupfen kann auch zu asthmatischen Beschwerden wie Husten und Atemnot führen - beides Beschwerden, die auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten können.
Außerdem ist es möglich, dass zum Heuschnupfen eine Atemwegsinfektion hinzukommt. Dafür spricht, wenn zusätzlich zu den typischen allergischen Reaktionen ein außergewöhnlicher Husten oder auch Fieber auftritt. Betroffene sollten sich in beiden Fällen telefonisch an ihren behandelnden Arzt wenden und mit ihm das weitere Vorgehen klären. Aus einem allergischen Husten kann sich schnell eine chronische Erkrankung entwickeln.
Laut aktueller Auswertung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg steigt die Zahl der Asthma-Erkrankungen im Schwarzwald-Baar-Kreis von Jahr zu Jahr leicht an. 2018 waren es rund 4793 Versicherte, die unter Asthma litten; 2014 waren es noch 3987.
Zahl steigt recht rasant
Eine Zunahme ist auch beim Heuschnupfen zu beobachten. Rund 4797 AOK-Versicherte im Kreis plagten sich 2018 damit; 2014 waren es rund 4191. "Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege", so AOK-Ärztin Sabine Knapstein.
Typische Symptome für Asthma sind ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen, Atemnot, Engegefühl der Brust und Husten, die anfallsartig auftreten. Ein Anfall von Asthma bronchiale kann ausgelöst werden unter anderem durch Allergien beispielsweise gegen Pollen oder Hausstaubmilben oder andere allergene Stoffe in der Umwelt. "Weitere mögliche Auslöser sind Infekte, Arzneimittel wie beispielsweise Schmerzmittel oder Betablocker, körperliche Anstrengung oder Kälte. Rauchen und Asthma vertragen sich nicht. Betroffene sollten Umgebungen meiden, in denen geraucht wird", so Knapstein.
Langes Stillen soll helfen
Es gibt Maßnahmen, um eine Asthmaerkrankung zu vermeiden. "Laut Studien sind etwa die Hälfte aller kindlichen Asthmaerkrankungen vermeidbar. Das Risiko dafür lässt sich beispielsweise dadurch senken, dass man das Kind lange stillt und auf eine rauchfreie Umgebung achtet", empfiehlt Sabine Knapstein.