Die Sieger der Kreissportlerwahl – Laura Wehrle, Jan Rotter, der von Mike Pfaff vertreten wurde, und die Schwimmerinnen des SC Villingen – stellten sich zusammen mit Landrat Sven Hinterseh (links) sowie den Volksbank-Vorständen Manfred Kuner (rechts) und Ralf Schmitt zu einem Gruppenbild auf. Foto: Kienzler Foto: Schwarzwälder-Bote

SportlerwahlNicht nur die Kreissportler des Jahres sind beeindruckt / 22. Auflage

Von Gunter Wiedemann und Michael Bundesmann

Die Kreissportlerwahl, die unsere Zeitung wie immer in Zusammenarbeit mit der Volksbank eG Schwarzwald Baar Hegau und der Volksbank Triberg eG ausrichtete, ist eine echte Institution. Dies zeigte sich wieder bei der bereits 22. Austragung am Donnerstagabend in den Räumlichkeiten der Villinger Volksbank.

"Wahnsinn. Das ist echt eine besondere Veranstaltung", war nicht nur Vanessa Wille, Teammitglied der Tischtennisspielerinnen aus St. Georgen, beeindruckt. Die "jungen Wilden" kamen bei den Mannschaften auf den zweiten Rang. Im Einzel stark, als Team noch besser – so sehen sich die B-Jugend-Schwimmerinnen des SC Villingen, die von den Lesern und Usern unserer Zeitung auf den ersten Platz gewählt wurden. "Das ist eine toller Erfolg für uns", betonte Tabea Mose. Auch Albrecht Schlenker strahlte: "Es ist schön, dass wir nach vielen Jahren wieder bei der Kreissportlerwahl dabei sind", freute sich der Vorsitzende des FC Bad Dürrheim, dessen Team sogar aus Chicago eine Stimme erhalten hatte. Am Ende belegten die Kurstädter den dritten Rang.

Überhaupt ging es international zu: Ob der filmische "Countdown to Brasil" unseres Fotografen Michael Kienzler, das italiensche "Flying Buffet" des Landgasthofes Hirschen, die Cocktail-Show des türkischen Meisters Görkem Harp oder die Fußball-Freestyle-Show von Mike Niidas, der selbst in Asien und Australien seine Tricks zeigt – die Kreissportlerwahl war auch eine kleine und unterhaltsame Reise um die Welt.

Klar, auch die Olympischen Spiele in Sotschi durften da natürlich nicht fehlen. "Das waren unglaubliche Erlebnisse", schwärmte Jacqueline Janzen, Eishockey-Nationalspielerin, von der Atmosphäre am Schwarzen Meer und im Kaukasus, wo die Villingerin einige deutsche Medaillengewinne miterlebte. Für die frühere Spielerin des Schwenninger ERC sprang am Ende bei den Frauen die "Bronzemedaille" heraus. Eine Olympia-Teilnahme ist auch das Fernziel von Luisa Springmann, die auf Rang zwei kam. "Zuerst möchte ich aber bei der Juniorinnen-EM gut abschneiden", stellte das große Ringertalent des SV Triberg klar. Dagegen ist für Laura Wehrle, die Siegerin der Kreissportlerwahl, die U20-WM in Kalifornien das große Ziel des Jahres 2014. "Und 15,50 Meter wären dafür nicht schlecht", lachte die Kugelstoßerin aus Furtwangen.

Ebenfalls oft auf großer Tour ist Skifahrer David Ketterer (SSC Schwenningen), der DM-Slalom-Zweite von 2013. Rund 20 000 Auto-Kilometer legt der Dritte bei den Männern pro Winter zurück, um zu Rennen zu gelangen. Etwas weniger sind es bei Maximilian Vollmer, der aber fast jeden Tag per Zug auf dem Weg nach Ulm ist, wo er trainiert. "Dort sehe ich in Zukunft auch meinen Lebensmittelpunkt", gab der Dritte der Neunkampf-Nachwuchs-DM, damals noch im Trikot der LG Bad Dürrheim, preis. Sieger bei den Männern wurde Jan Rotter. "Jan lebt einfach für seinen Sport", charakterisierte Mike Pfaff, der Vorsitzende des SV Triberg, seinen Vorzeige-Ringer, der sich gerade auf die EM vorbereitet.