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Schwarzwald-Baar-Kreis Der Plan für den Corona-Hotspot

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Im Corona-Hotspot Schwarzwald-Baar-Kreis gelten ab Samstag neue Regeln. Foto: Spitz

Im Corona-Hotspot Schwarzwald-Baar-Kreis gelten ab Samstag neue Regeln.

Schwarzwald-Baar-Kreis - Eine heile Welt ist die Region in vielen Teilen immer noch – was die Pandemie aber anbelangt, ist sie nun ein Hotspot. Jetzt gelten im Landkreis also verschärfte Bedingungen.

"Wir müssen die Zahlen runterbringen"

Am Freitag erließ das Landratsamt eine neue Verordnung, die ab Samstag gültig ist. Dass damit gravierende Einschnitte der Grundrechte einhergehen, dessen ist sich Landrat Sven Hinterseh bewusst. Trotzdem verteidigte er gemeinsam mit den Oberbürgermeistern Jürgen Roth (Villingen-Schwenningen) und Erik Pauly (Donaueschingen) sowie Gesundheitsamtsleiter Jochen Früh die schärfere Gangart. Die Zahlen ließen mit Blick auf ein Weihnachten, das möglichst alle mit Lockerungen feiern dürfen sollen, nichts anderes zu. "Es ist wichtig, dass in dieser Situation gehandelt wird, wir müssen die Zahlen runterbringen, sie sind zu hoch", befand auch der Donaueschinger OB Erik Pauly. Gerade mit der erweiterten Maskenpflicht könne man "mit einem minimalen Eingriff Maximales" erreichen. Dass diese eingehalten wird, dafür werden auch in Villingen-Schwenningen vor allem am ersten Wochenende der Gültigkeit der Verordnung Vollzugsbedienstete sorgen, kündigte Oberbürgermeister Jürgen Roth an – deren Aufgabe sei es aber nicht, Geld einzusammeln, häufig reiche auch ein einfacher Fingerzeig, die Menschen an die Maskenpflicht zu erinnern. Nur "Verweigerer" sollen es letztlich tatsächlich am Geldbeutel spüren, so Roth.

Zum Pressekonferenz-Liveticker zur Corona-Lage im Schwarzwald-Baar-Kreis geht es hier

4700 Personen im Landkreis stehen unter Quarantäne – "der Wert ist erheblich und das hat auch gravierende Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft", betonte Hinterseh. Ursache eines großen Teils dieses Übels sei der Gottesdienst einer Freikirche in Schwenningen gewesen, 89 Fälle gingen nachweislich darauf zurück – sie alle hätten "leider das Virus mitten in die Gesellschaft getragen", so Hinterseh.

Keine nächtliche Ausgangssperre über das Wochenende

Vor allem die Entwicklung in Alten- und Pflegeheimen gräbt dem Landrat Sorgenfalten in die Stirn, aber auch die Tatsache, dass an 29 Schulen im Kreis Fälle registriert wurden sowie an neun Kitas spitze die Lage zu.

Eine nächtliche Ausgangssperre aber, die wird es in der Region über das Wochenende noch nicht geben – zwar gibt es landesseitig den Plan, bei einer 200er-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen eine solche zu erlassen, da der Inzidenzwert in der Region aber am Freitag knapp unter dieser Marke lag, greife diese vom Land verordnete Maßnahme aktuell noch nicht. Darüber, so Hinterseh, müsste dann in der nächsten Woche entschieden werden – und bis dahin, machten alle Beteiligten deutlich, hoffen sie auf Verständnis und Vernunft. Nur so stehe letztlich auch hier ein halbwegs frohes Weihnachtsfest im Kreise der jeweils Liebsten bevor.

Dass diese Rechnung aufgeht, hofft Landrat Sven Hinterseh. Wie zuversichtlich er ist, dass die Kraftanstrengung gelingt, dazu wollte sich der erste Mann im Schwarzwald-Baar-Kreis aber im Pressegespräch nicht festlegen lassen. Die aktuelle Verordnung sei bis zum 20. Dezember befristet – ob dann eine neue erlassen werden muss, entscheide sich anhand der Entwicklung.

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