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Schwarzwald-Baar-Kreis Coronavirus: Klinik meldet drei Verdachtsfälle

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Das Schwarzwald-Baar-Klinikum Foto: Eich

Schwarzwald-Baar-Kreis - Auch im Schwarzwald-Baar-Kreis gibt es seit Donnerstag die ersten Verdachtsfälle auf das Coronavirus. Das Schwarzwald-Baar-Klinikum meldet drei Patienten die untersucht werden. Viele Schwenninger Bürger zeigen sich dennoch gelassen.

Nachdem das Coronavirus am Mittwoch unter anderem auch in Tübingen, Rottweil und Göppingen bei Patienten festgestellt worden ist, gibt es nun auch die ersten Verdachtsfälle im Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen. Laut der Pressesprecherin des SBK, Sandra Adams, stehen dort derzeit drei Patienten unter Beobachtung. "Wir können bestätigen, dass wir seit gestern drei Verdachtsfälle bei uns haben", erklärt sie. Es seien die ersten Fälle im SBK, so Adams weiter. Die Patienten befinden sich in Villingen-Schwenningen und sind isoliert untergebracht, heißt es in einer Mitteilung der Pressesprecherin.

Warten auf die Diagnose

Bevor sicher festgestellt werden kann, ob es sich bei den Patienten tatsächlich um das Coronavirus handelt, müssen zuerst Laboruntersuchungen vorgenommen werden. Sollte die Diagnose tatsächlich positiv ausfallen, kommt das Gesundheitsamt ins Spiel und kümmert sich um die weitere Vorgehensweise.

Dennoch bestehe intern im Klinikum kein Grund zur Unruhe: "Wir sind seit Wochen darauf vorbereitet. Es kommt nicht überraschend", teilt die Pressesprecherin mit.

Zwei Fälle aus Oberndorf

Wie der Geschäftsführer des Srh-Klinikums in Oberndorf, Jochen Glöckner, berichtete, wurden dort zwei verdächtige Patienten in das Klinikum gebracht. Von dort aus verlegte man sie in das SBK nach Villingen-Schwenningen.

Bürger zeigen sich gelassen

In Schwenningen hält sich die Panik trotz allen Umständen eher in Grenzen. Viele Leute gehen entspannt mit der Ausbreitung des Coronavirus um. "Entweder es kommt, oder es kommt halt nicht", sagt Thomas Beermann. Er ist der Ansicht, das man sowieso nichts an der Situation ändern könne, weshalb er von Panik nichts hält.

Ähnlich sieht es auch Walter Glöckler. Die Reaktionen einiger Leute, die sich mit Hamsterkäufen zu Hause eindecken, bewertet er als Übertreibung: "Ich lege mir keine Vorräte zu. Angst habe ich auch nicht, aber durchaus Respekt", meint der Pensionär. Dennoch gibt es eine kleine Maßnahme, welche er ergreift. "Ich achte jetzt drauf, meine Hände gründlich und oft zu waschen", fügt er hinzu.

Auch Holger Meißner versucht nur auf eine Änderung zu achten: "Ich meide ab jetzt größere Ansammlungen von Menschen. Ansonsten kann man eh nichts machen", weiß er.

Apotheken leergekauft

Nicht jeder scheint allerdings die Situation so gemächlich zu sehen. Das spiegelt sich besonders in den örtlichen Apotheken wider, da dort der Bestand an Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel teilweise vollständig aufgekauft wurde. Probleme mit unregelmäßigen Nachlieferungen kommen erschwerend hinzu. "Wir haben jetzt noch genau einen Karton. Danach ist Schluss", erzählt eine Apothekerin der Schwanenapotheke am Hockenplatz. "Wir haben mit der Firma telefoniert. Ab jetzt gibt es auch die nächsten sechs Monate keine neue Lieferung mehr.

Eine ähnliche Situation erwartete die Angestellten der Culinara-Apotheke. Mitarbeiter Sergej Pogrebnyak berichtet: "Wir haben keine Atemschutzmasken mehr. Allein gestern haben wir bestimmt über 100 Stück verkauft." Neue Lieferungen gäbe es dort vorerst auch nicht.

Allerdings gibt es auch Menschen, die sich große Sorgen machen. "Natürlich habe ich Angst. Ich habe schon zu meinem Mann gesagt, wir kaufen jetzt mal ein paar Lebensmittel zur Sicherheit", erzählt Kerstin Hoffmann.

Mangelndes Restvertrauen

Ein Ehepaar, welches ebenfalls vorsorglich eingekauft hat, sieht sich von der Politik im Stich gelassen: "Wir vertrauen denen nicht mehr. Zuerst sagen sie, man sei vorbereitet, jetzt heißt es plötzlich man hätte die Situation unterschätzt. Ich mache mir Sorgen", sagt die junge Frau.

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