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Schwarzwald-Baar-Kreis Breisgau-S-Bahn: Aus für Vorzeige-Projekt?

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Die Breisgau-S-Bahn verbindet seit Dezember Villingen, Donaueschingen, Löffingen, Titisee-Neustadt und Freiburg und den Kaiserstuhl. (Archivfoto) Foto: Bächle

Schwarzwald-Baar-Kreis - Die Hoffnung war groß - umsteigefrei in einem Zug von Villingen nach Freiburg. Die Einführung der Breisgau-S-Bahn sollte ein Quantensprung für den ÖPNV in der Region werden. Welche Probleme jetzt auftauchen, lesen Sie in unserem (Schwabo plus)-Artikel.

Stolze 18 Millionen Euro kommunales Geld stecken drin in dem Vorzeige-Projekt des ÖPNV im ländlichen Raum. Voller Stolz und mit großem Tohuwabohu war die Breisgau S-Bahn Mitte Dezember aufs Gleis gesetzt worden. Doch jetzt wird die Euphorie jäh ausgebremst und es macht sich Ernüchterung breit. Vor allem die Eingleisigkeit der Strecke hemmt den Verkehrsfluss. Und sogar der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann erwägt nun offenbar, die Notbremse zu ziehen: "Das Konzept der durchgängigen Fahrten" müsse überdacht werden, da es nur unter perfekten Bedingungen funktioniere. Er wolle daher die Komplexität reduzieren und wieder Umsteigepunkte schaffen, heißt es in Medienberichten.

"Die Züge sind voll, die Breisgau S-Bahn wird angenommen!"

Ganz konkret zu spüren bekamen viele Fahrgäste aus der Region die Probleme auf der Strecke zwischen Villingen und Freiburg. Einer von ihnen ist der Villinger Peter Thiele. Mit der Breisgau-S-Bahn sollte es am 3. Januar für ihn und seine Gattin nach Freiburg gehen. Der erste Eindruck war bestens: "Die Züge sind super - schnell, komfortabel, es lief gut!" Doch zwischendurch die ersten Stopps, beispielsweise in Löffingen dann die Durchsage, dass sich die Weiterfahrt wegen Gegenverkehrs verzögere. Die Thieles nahmen es in Kauf und freuten sich auch kurz vor der Rückfahrt um 17.37 Uhr ab Freiburg noch über den Zulauf für das neue Angebot: "Die Züge sind voll, die Breisgau-S-Bahn wird angenommen, toll!"

Sie nahmen Platz. Und standen 20 Minuten später gezwungenermaßen wieder auf: Laut einer Störung war die Türe defekt, man möge bitte in den Zug am Bahnsteig gegenüber wechseln. "Aber der Zug war schon voll!" Mindestens 200 Personen, schätzt Peter Thiele, mussten sich in die bereits gefüllten Waggons drängen. In Donaueschingen jedoch war plötzlich Schluss: "Hier endet der Zug", hieß es am dortigen Bahnhof, wo die Breisgau-S-Bahn mit 26 Minuten Verspätung eingetroffen war. Die Fahrgäste mit dem Ziel Villingen mussten erneut umsteigen, dieses Mal auf die Schwarzwaldbahn, um mit dieser dann die letzte Etappe zur Zähringerstadt zurückzulegen.

"Die kappen diese Züge in Donaueschingen und hängen Villingen ganz ab", so die ungute Vermutung der Reisenden, die sich ebenso wie Gleichgesinnte mit ihrer Kritik immer häufiger an die Bahn direkt wenden.

Dort weiß man um die Probleme und das nicht erst seit der Intervention des Verkehrsministers persönlich. "Alle Kollegen sind vor Ort im Einsatz und geben ihr Bestes, um den Betrieb auf der Breisgau-S-Bahn weiter zu stabilisieren", lässt ein Bahnsprecher auf Anfrage des Schwarzwälder Boten verlauten.

Lösungsansätze werden derzeit diskutiert

Er betont: "Stabilität geht dabei vor Vollständigkeit." Ein Knackpunkt ist offenbar das aktuelle Betriebskonzept der Breisgau-S-Bahn, welches auf einer überwiegend eingleisigen Strecke täglich 120 Flügelungs- und Kupplungsvorgänge umfasst, also das Trennen und Zusammenführen von Zügen. "Derzeit werden mit allen Beteiligten Lösungsansätze zur Verbesserung der Verkehre diskutiert", verspricht der Bahnsprecher.

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