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Schwarzwald-Baar-Kreis Artenschutz ein Gebot der Vernunft

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Beate Jessel (rechts) überreichte den Förderbescheid des Bundes an Landrat Sven hinterseh (links). Minister Alexander Bonde (mitte) freut sich. Foto: Schück

Schwarzwald-Baar-Kreis - Es blitzte und es donnerte zum Auftakt des Naturschutzprojektes Baar. Dazu schmetterten die Jagdhornblöser des Hegerings Donaueschingen flotte Weisen. "Man sieht es, Naturschutz ist nicht nur eine Schönwetterveranstaltung", sagte Landesumweltminister Alexander Bonde zufrieden.Auf die Grillhütte Unterzieren in lichter, wenn auch etwas abgelegener Höhe in Bad Dürrheim-Oberbaldingen hatte das Landratsamt eingeladen, um die Übergabe des Bewilligungsbescheides für das Naturschutzgroßprojekt Baar angemessen zu zelebrieren. Das Projekt wird mit insgesamt 4,3 Millionen Bundesmitteln in zwei Phasen gefördert, das Land steuert 15, Kreis und Kommunen zehn Prozent bei.

"Ich freue mich, dass wir das an diesem wunderbaren Ort machen, wenn man hier die schöne Baar sieht", betonte Landrat Sven Hinterseh. Die Hütte selbst ist allerdings ziemlich klein. Alle suchten Zuflucht vor dem heftigen Regen unter einem Zelt,Kreisräte, Abgeordnete, Stadträte und Bauernverbände. Mit einem Shuttle-Bus waren Gegner des Schweinezuchtgroßbetriebes in zur Grillhütte gebracht worden, wo sie die Gelegenheit nutzen wollten, mit dem Minister über Massentierhaltung ins Gespräch zu kommen.

"Wir haben fantastische Naturräume, obwohl wir viel Industrie und Vollbeschäftigung haben", erklärte Hinterseh, der seinem Vorgänger Karl Heim dankte, der das Projekt in die Wege geleitet habe.

Auch bei der Natura 2000 sei der Kreis vorne dabei. "Wir sind engagierte Kämpfer für das Naturschutzgroßprojekt", bekannte er. 440 Quadratkilometer, 43 Prozent der Kreisfläche, werden im Biotopverbund vernetzt.

Villingen-Schwenningen, Donaueschingen, Blumberg, Bräunlingen, Bad Dürrheim und Hüfingen sind im übergreifenden Projekt mit dem Kreis Tuttlingen vernetzt. Den größten Flächenanteil hat Blumberg mit 24 Prozent. Der Anteil von Donaueschingen liegt bei 15,8 Prozent. 60 Prozent der Flächen sind Eigentum der öffentlichen Hand, 40 Prozent befinden sich in Privatbesitz. Deswegen war beispielsweise auch die Fürstlich Fürstenbergische Forstverwaltung anwesen. "Wir wollen", so Landrat Sven Hinterseh, "einen Mehrwert für Einheimische und Touristen schaffen. Obwohl der Kreis viel Industrie habe, spiele Naturschutz eine große Rolle.

"Die Moore und Wälder der Baar bilden wichtige Verbundachsen für zahlreiche Arten" erklärte Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, die einen Förderbescheid in Höhe von 550 000 Euro für die Planungsphase überreichte. Hinzu kommen noch der Anteil des Landes und der Kommungen. 2016 soll dann die Realisierungsphase beginnen, 2024 das Projekt abgeschlossen sein.Es bedürfe allerdings noch großer Anstrengungen, bevor der Bund die restlichen 4,3 Millionen Euro bewilligen könne.

Jessel erzählte, das Naturschutzprojekt Baar, dessen Fläche größer sei als die des geplanten Nationalparkes, habe das Bundesamt besonders beeindruckt. Es ist eines von zwei Großprojekten, die im Land vom Bund gefördert werden. Deutschlandweit gibt es momenten 22 Großprojekte. Jessel nannte Moore "wichtige Rückhaltebecken der Landschaft". Biotopverbünde wie die Baar gelten als internationaler Korridor für Tiere und Pflanzen, sie vernetzt Schwarzwald, Schwäbische Alb und Schweizer Jura und bietet seltenen Tieren, wie beispielsweise dem Luchs, Lebensraum.

Natur- und Artenschutz nannte Alexander Bonde eine zentrale Aufgabe. "Über die moralische Verpflichteung hinaus ist der Artenschutz ein Gebot der Vernunft." Die biologische Vielfalt zu erhalten, sei nicht ein "nice to have", sondern zentrale Aufgabe.

 
 

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