Mit Blick auf die Zukunft der Klinik stehen wichtige Termine an: Eine Informationsveranstaltung für Bürger im April und wohl eine Beratung im Kreistag im Mai.
Wie geht es mit dem Klinik-Standort Donaueschingen weiter? Diese Frage brennt vielen unter den Nägeln.
Im Kreistag verwies jetzt Landrat Sven Hinterseh in diesem Zusammenhang erneut auf eine Informationsveranstaltung, die am Mittwoch, 15. April, ab 18.30 in Donaueschingen in den Donauhallen stattfinden wird.
Das Landratsamt, die Stadt Villingen-Schwenningen und das Schwarzwald-Baar-Klinikum laden gemeinsam zu dieser weiteren Informationsveranstaltung zur Krankenhausstruktur im Schwarzwald-Baar-Kreis ein. In der Ankündigung der Veranstaltung heißt es: „Besucher haben die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand der Überlegungen zu informieren. Unter anderem werden beteiligte Fachleute anwesend sein.“
Davor, so berichtete der Landrat weiter, soll es an selber Stelle eine nichtöffentliche „Informationssitzung“ für die Trägergremien geben. Diese wird bereits um 16 Uhr beginnen.
„Ich finde es richtig, dass wir auch nach Donaueschingen gehen und dort eine Veranstaltung machen”, fasste der Landrat zusammen. Im vergangenen Oktober hatte es bereits eine solche Infoveranstaltung gegeben, diese hatte allerdings in Schwenningen stattgefunden.
„Nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten“
Der Landrat meinte zum aktuellen Stand an die Kreisräte gerichtet: „Sie alle wissen, dass die Stadt Donaueschingen ein Gutachten in Auftrag gegeben hat, das das Gutachten der WMC beleuchten soll.” Die Beratungsfirma WMC Healthcare war seitens der Klinikgeschäftsführung im vergangenen Jahr beauftragt worden. Das Gutachten war zu dem Schluss gekommen, den Standort Donaueschingen nach einer Übergangsphase als orthopädische Fachklinik ganz zu schließen. Das wiederum hatte man in Donaueschingen nicht hinnehmen wollen und daraufhin ein weiteres, eigenes Gutachten in Auftrag gegeben. Dessen Ergebnisse „kennen wir noch nicht”, machte Hinterseh deutlich.
Was den Zeitplan angehe, könnte der Kreistag aus seiner Sicht das Thema in seiner Sitzung am 11. Mai beraten – und „irgendwann wollen wir das Thema auch beschließen”, betonte der Landrat, „ich rate dazu, die Entscheidung nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu vertagen.“ Ihm ist es wichtig zu betonen, dass die Thematik Standort Donaueschingen im Übrigen zum einen durch die beauftragte Unternehmensberatung aufgekommen sei und zum anderen durch das 2025 verabschiedete Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz.
Beides habe bedeutet, dass man sich damit beschäftigen müsse, ob der Standort Donaueschingen eine Zukunft habe oder nicht. Nachdem die Reform dieses Jahr nun noch einmal durch ein Anpassungsgesetz verändert wurde, habe sich nun gezeigt: Umsetzungsfristen für die Länder seien zum Beispiel ein bisschen flexibler ausgestaltet.
„Aber an der Perspektive ändert sich nichts. Es ist nicht so, dass es sagt, die alte Welt kann bleiben”, meinte er.
Vollzug der neuen Anteilsstruktur
Vollzug meldete Hinterseh dem Kreistag derweil mit Blick auf die neue Struktur in Sachen Schwarzwald-Baar-Klinikum. Da sich die Stadt Villingen-Schwenningen nicht am Verlustausgleich für das Klinikum für das Jahr 2024 beteiligen wollte, hat der Landkreis wie angekündigt zusätzliche Finanzmittel bereitgestellt.
Ein Teil dieser Leistung – rund 917000 Euro – wurde zur Erhöhung des Stammkapitals verwendet. Dadurch stieg der Anteil des Schwarzwald-Baar-Kreises am Klinikum von 60,26 Prozent auf 62,8 Prozent, während der Anteil der Stadt Villingen-Schwenningen auf 37,2 Prozent sank.