Der Donaueschinger Standort des Schwarzwald-Baar-Klinikums. Wie geht es mit diesem weiter? Diese Frage bewegt die Gemüter. (Archivbild) Foto: Daniel Vedder

Wie geht es mit dem Klinikstandort Donaueschingen weiter? Es gibt eine öffentliche Infoveranstaltung.

Der Aufsichtsrat des Schwarzwald-Baar Klinikums beschäftigt sich weiter intensiv mit den Auswirkungen der Krankenhausreform. Bei den Überlegungen geht es um eine zukunftsorientierte und wirtschaftlich tragfähige Ausrichtung des Klinikums.

 

Die Reform hat unter anderem Folgen für den Klinikums-Standort Donaueschingen: Dieser muss so aufgestellt werden, dass das dortige Leistungsspektrum den Vorgaben des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) entspricht.

Für die entsprechende Umsetzung hat der Gesetzgeber enge Fristen vorgegeben. In einer Sondersitzung am 25. September 2025 haben die Aufsichtsratsmitglieder beschlossen, die Planungen für die Umwandlung des Klinikums-Standorts Donaueschingen in eine orthopädische Fachklinik weiterzuverfolgen.

Grundlage für diesen Beschluss waren die Ergebnisse mehrerer Gutachten und Prüfaufträge, die zwischenzeitlich vorliegen. Diese verdeutlichen, dass für die Umwandlung des Standorts Donaueschingen in eine orthopädische Fachklinik umfangreiche Vorarbeiten notwendig sind. Dazu gehört beispielsweise, dass die Fachabteilung für Geriatrie und das Lungenzentrum von Donaueschingen an den Standort Villingen-Schwenningen umgesiedelt werden. Darüber hinaus wird es unter anderem notwendig werden, am Standort Villingen-Schwenningen zusätzlichen Parkraum und weitere Infrastruktur für die Mitarbeiter zu schaffen.

In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, dass etwaige Fördermöglichkeiten im Gespräch mit dem Sozialministerium konkretisiert werden sollen. Ob der Klinikums-Standort Donaueschingen als Fachklinik dauerhaft weiterbetrieben oder nach langer Übergangsphase doch aufgegeben wird, ist allerdings noch offen. Darüber entscheiden die Gesellschaftergremien – also der Kreistag und der Gemeinderat Villingen-Schwenningen – wenn alle notwendigen Informationen bekannt sind.

Hintergrund dafür ist das Ergebnis des vorliegenden Gutachtens, aus dem hervorgeht, dass es aus wirtschaftlicher Sicht am besten wäre, mittelfristig alle stationären medizinischen Leistungen von Donaueschingen nach Villingen-Schwenningen zu verlagern.

Die Kreistags- und Gemeinderatsmitglieder sind zu einer nichtöffentlichen Informationssitzung am 11. Oktober 2025 eingeladen. Direkt im Anschluss an diese Gremiensitzung ist beabsichtigt, die interessierte Bürgerschaft ab 12.30 Uhr in der Neckarhalle in Villingen-Schwenningen über den aktuellen Diskussionsstand umfänglich zu informieren.