Der Kanton Aargau hat zahlreiche Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Lohndumping durchgeführt.
Der Kanton Aargau hat im vergangenen Jahr 765 Schwarzarbeitskontrollen durchgeführt. Dies vor allem im Bau-, Gast- und Schönheitsgewerbe. Bei diesen Kontrollen wurden 2000 Personen überprüft. In 19,3 Prozent der Fälle hat es einen Verdacht gegeben.
Es seien dies mögliche Verstöße gegen Melde- oder Bewilligungspflichten gemäß Sozialversicherungs-, Ausländer- und Quellensteuerrecht, wie das Departement Volkswirtschaft und Inneres am Mittwoch mitteilte. Die Fälle seien an die zuständige Spezialbehörde weitergeleitet worden.
Bei 329 Aargauer Betrieben hat der Kanton zudem 1082 Personenkontrollen durchgeführt, wie es in der Mitteilung hieß. In den Branchen Landwirtschaft, Gemüse- und Obstbau, Pferde- und Reitbetriebe sowie Autowaschanlagen seien die Löhne erhoben worden.
Sieben Unternehmen aus diesen Branchen seien mit Löhnen aufgefallen, die deutlich zu tief für den Ort und die Branche seien. Fünf der eingeleiteten Verständigungsverfahren seien erfolgreich abgeschlossen worden, zwei gescheitert. Insgesamt hat das Amt für Migration und Integration 59 Verwaltungsbußen wegen Verstößen gegen Lohn- und Arbeitsbedingungen ausgesprochen. Der Kanton Aargau führt regelmäßig Kontrollen zum Arbeitsmarkt und den Löhnen durch.