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Schwarzarbeit Illegale Arbeiter auf Baustelle in Baiersbronn

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Illegal beschäftigte Bauarbeiter wurden auf einer Baustelle in einem Baiersbronner Teilort entdeckt. (Symbolbild) Foto: DPA

Baiersbronn - Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben am vergangenen Freitag auf einer Baustelle in einem Baiersbronner Teilort vier illegal beschäftigte Bauarbeiter entdeckt.

Zudem ergab sich bei weiteren Arbeitern der Verdacht, dass diese in Deutschland nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet wurden sowie Lohnzahlungen unterhalb der geltenden Mindestlöhne erhielten. Darüber informiert das Hauptzollamt Stuttgart in einer Pressemitteilung. Gegenüber unserer Zeitung betonte ein Vertreter des Hauptzollamts, dass der Bauherr dafür keine Verantwortung trage und nichts für diese Umstände könne.

Die Zöllner waren laut der Pressemitteilung über Ermittlungen gegen einen Firmeninhaber, der im Verdacht steht, im Großraum Stuttgart illegal beschäftigte ausländische Arbeitnehmer einzusetzen, auf die Baustelle gekommen. Auf der Baustelle in einem Baiersbronner Teilort überprüften die Beamten die Arbeitnehmer auf ihre Beschäftigungsverhältnisse.

Zwei Arbeiter aus Nord-Mazedonien, die für eine Münchner Firma tätig waren, hielten sich ohne gültiges Arbeitsvisum in Deutschland auf.

Ermittlungen laufen

Zwei Bauarbeiter aus Serbien, die als Touristen in die Bundesrepublik gekommen waren, konnten ebenfalls keine entsprechende Arbeitsgenehmigung vorweisen, legten den Beamten laut Pressemitteilung jedoch gefälschte EU-Ausweisdokumente vor.

Alle vier Männer mussten die Arbeit unverzüglich einstellen. Die zwei Nord-Mazedonier müssen nun umgehend aus Deutschland ausreisen, und gegen die beiden Serben wird zudem wegen Urkundenfälschung ermittelt. Genauere Prüfungen der Geschäftsunterlagen seien zudem bei einer Gruppe von Arbeitern aus Bulgarien notwendig.

Die Männer berichteten den Zollbeamten, dass sie für zehn Stunden Arbeit pro Mann 70 Euro in bar erhalten würden. Der aktuelle Mindestlohn im Bausektor liegt bei derzeit 12,55 Euro pro Stunde.

Bei einer weiteren bulgarischen Firma konnte vor Ort nicht ermittelt werden, ob deren Arbeiter mit der Ausführung von Werkvertragleistungen beschäftigt waren oder ob die Männer in Wahrheit bei der deutschen Firma arbeiteten, die sich als Auftraggeber der Bulgaren ausgab. Entsprechende EU-Entsendebescheinigungen über die zu entrichtenden Sozialabgaben im Heimatland konnte der bulgarische Polier nicht vorweisen.

Der Stuttgarter Zoll ermittelt jetzt gegen fünf Unternehmen wegen des Verdachts der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt beziehungsweise wegen Nichtanmeldung von Arbeitskräften zur Sozialversicherung in Verbindung mit Nichtgewährung der geltenden Mindestlöhne.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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