Das Naturfreundehaus liegt am Rand des Killbergwaldes. Foto: Bernklau

Von Mittagstisch bis Winter-Grillen: Zwei Frauen wollen für neuen Schwung im Naturfreundehaus Nagold sorgen. Besonders im Blick haben sie Familien und Schüler.

Diese beiden Frauen haben sich auf einem eher ungewöhnlichen Weg kennengelernt. Maren Rösen-Geerißen war (Stamm-) Gast im Nagolder „Teufele“, als das noch von Tina Oliver geführt wurde. Die gelernte Fotografin und Mediengestalterin und die ehemalige Chefin des Nagolder Wirtekreises lernten sich schnell näher kennen.

 

Rösen-Geerißen erzählte von ihrem Traum, einmal in die Gastronomie einzusteigen. Sie suchte nach der geeigneten Location. Schaute sich viele Häuser an, „doch das Richtige war einfach nicht dabei“, erinnert sie sich.

Binnen zwei Tagen entwarf sie den Business-Plan

Irgendwann, Tina Oliver hatte in der Zwischenzeit ihr Engagement im „Teufele“ beendet, stieß Maren Rösen-Geerißen auf das Nagolder Naturfreundehaus, das zu verpachten war.

Im Inneren des Hauses soll sich nicht viel verändern. Foto: Bernklau

Rösen-Geerißen war sofort Feuer und Flamme, nahm sofort Kontakt zu den Nagolder Naturfreunden auf, entwarf binnen zwei Tagen einen Business-Plan. Es folgte ein Gespräch mit Führungskräften der Naturfreunde. Und dann ging alles sehr schnell: Binnen drei Tagen kam die Zusage.

Gastronomie: Das siebenköpfige Team ist bereits beisammen

Bald war klar, dass Maren Rösen-Geerißen und Tina Oliver das Projekt gemeinsam angehen würden. Rösen-Geerißen als Chefin und der Gastro-Profi Oliver als Restaurantleiterin. Inzwischen ist auch das siebenköpfige Team beieinander. Neben den beiden Frauen ist ein Koch an Bord, Service-Kräfte und Gabriel Dambon, der Partner von Maren Rösen-Geerißen, als Mann für Technik und Instandhaltung.

Das Thema Instandhaltung war kein allzu Umfangreiches. Viel im und am Haus am Killbergwald ist in Ordnung – unter anderem auch die im Haus vorhandenen Übernachtungszimmer. Im Grunde müsse man dort nur gründlich reinigen und die Deko erneuern, so Oliver. Und auch in den Gasträumen selbst soll sich nicht viel ändern. Auch wenn es aktuell kein Thema ist, sollen auch der Biergarten und das – ebenfalls bestuhlte – Zelt bleiben.

Familienfreundlichkeit steht im Naturfreundehaus Nagold an erster Stelle

Was das inhaltliche Konzept angeht, steht die Familienfreundlichkeit an allererster Stelle. Das soll sowohl das Essensangebot wie auch die Preise betreffen. Und auch die Außenanlagen. Deshalb will das Frauen-Duo auch den Spielplatz beim Naturfreundehaus „auffrischen“, wie sie beim Termin mit der Redaktion betonen.

Tina Oliver (links) und Maren Rösen-Geerißen wollen dem Nagolder Naturfreundehaus neues Leben einhauchen. Foto: Bernklau

Das Essen soll traditionell-schwäbisch sein – mit einem wechselnden Mittagstisch. Auch für die Schüler des nahe gelegenen Berufsschulzentrums soll es für den Mittag ein besonderes Angebot geben. Offen sein soll das Naturfreundehaus an sieben Tagen in der Woche. Auch an Weihnachten und Silvester – dann allerdings mit Reservierung.

Über den „Normalbetrieb“ hinaus hat man sich schon besondere Dinge einfallen lassen. Das reicht von Aktionen für Familien über ein Biker-Frühstück bis hin zum Winter-Grillen. Dabei wird es aller Voraussicht nicht bleiben, denn die neue Chefin ist sehr motiviert: „Sie hat es schon jetzt in der Vorbereitung so richtig krachen lassen“, zeigt sich der Gastro-Profi Tina Oliver begeistert.

Wann das Naturfreundehaus Nagold öffnen soll

Bis die Eröffnung tatsächlich kommen kann, ist noch einiges zu tun. Deshalb will sich Maren Rösen-Geerißen mit einem konkreten Eröffnungsdatum zurückhalten. Aktuell habe sie „Mitte Dezember“ im Blick, sagt sie gegenüber der Redaktion.

INFO

Das Naturfreundehaus
Das Haus liegt am westlichen Stadtrand von Nagold, ruhige Lage südlich der B 28, am Rande des Killbergwaldes. Das Haus liegt im Grüngürtel der Stadt mit herrlicher Aussicht auf die Stadt und die Burgruine Hohennagold.